Ach, Herr Morin, muss das jetzt sein?

33995_127905490582089_554270_n Mal ehrlich: Mir stinkts. Weil ich einfach keine Lust mehr habe. Auf diese idiotischen Diskus­sionen. Mit denen von ennet dem Sarah-Jane-­Graben, aka Hülfteschanz.

Ich meine, wir stecken noch mitten in dieser ­Fusionsgeschichte, die im Landkanton immer absurdere Züge annimmt. Weshalb ich diese Woche auf meinem Blog «arlesheimreloaded» (deshalb der Name dieser Kolumne) getitelt habe: «Fusions-Initiative aus Baselbieter Sicht: Ich ­fantasiere mir einen Feind», wobei, die Basler Leser ahnen es, sie mit dem Feind gemeint sind. Ein Feind, der sich Baselbieter Blut und Boden aneignen will und überhaupt die Basler und ­Baselbieter «zu einem Einheitsbrei zusammen­rühren will».

Wobei, euch zum Trost, wir in Arlese, weil Freiheitsfeuerverweigerer, inzwischen als ­Defätisten und Kantonsverräter gelten, als, ich zitiere einen Kommentar in meinem Blog, «selbsternannte ‹Überdiegrenzenhinwegdenker›, die wohlgemeint blasiert über das Volch und über die Frauen und Mannen herziehen.» (Gut, dieser Satz ist zumindest kreativ formuliert worden.)

Wenn die Abstimmung nicht nächste Woche wäre, dann müsste man befürchten, dass die Sache irgendwann noch übers Verbale hinaus eskalieren könnte. Es wird ja seit Wochen nicht mehr diskutiert, sondern nur noch gebellt.

Und jetzt kommt Guy Morin, der Dauer­präsident von Basel-Stadt und sagt in einem Nebensatz, dass die Baselbieter ab 2015 jährlich 1,4 Millionen Franken mehr ans Theater Basel bezahlen sollen.

OMG!

Lieber Herr Morin, 2011 haben wir die ­Theaterdiskussion in Baselland schon einmal geführt. Damals gings um jährlich 4,25 Millionen Franken. Die Diskussion verlief genau gleich wie diese Fusionsprüfungssache. «Mir hei eusi eigeni Kultur», riefen die von jenseits des Sarah-Jane-Grabens und holten damit 51 Prozent Wählerstimmen. Ausserhalb vom Bezirk Arlesheim hatten alle Gemeinden die Vorlage abgelehnt, was einem SVP-Mann, im Nebenberuf kantonal bezahlter Wirtschaftsförderer, den Freudenruf entlockte: «Ausnahmsweise hat nicht der untere Kantonsteil den oberen Kantonsteil dominiert – sondern umgekehrt», (Arlese: 67,16 Prozent Ja).

Das sind die Art Siege, aus denen das zeitgenössische Baselland gestrickt wird.

Nein, ich verspüre nicht die geringste Lust, diese Diskussion ums Basler Theater nochmals zu führen. (Mal ganz unter uns: Beim vorausseh­baren Nein des Baselbieter Landrats sind die ­Kulturargumente nur vorgeschoben, weil man nicht öffentlich und schon gar nicht gegenüber der Stadt eingestehen will: Wir. Sind. Pleite.)

Zuerst erschienen in der Basler Zeitung vom 19. September 2014

Übrigens: Mein Lieblingssatz  heute in der BaZ, zum Uefa-Final im Joggeli: “Die beiden Basler Regierungen sind von den ersten Vorgesprächen an voll hinter diesem Projekt gestanden…” Die beiden Basler Regierungen – das tönt doch stark  nach “zwei getrennte Kantone auf einem gemeinsamen Gebiet”.

(c) Bild Guy Morin, Facebook

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