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Am Ende gewinnt May und: das Aus für Flipboard

26. März 2019 By Manfred Messmer

Am Schluss kommt es so raus, dass Mays Austrittsabkommen angenommen wird. Weil auch das Parlament sich trotz Wunschmenü, wo jeder mal sagen kann, was er denn gerne hätte, sich nicht auf eine Version wird einigen können.

Dann kann man May feiern. Weil ihr Deal gegen den Verbleib in der EU stehen wird. Was eine Mehrheit auch nicht will.

Und plötzlich gälte, was seit zwei Jahren als sture Unfähigkeit der Premierministerin bezeichnet wird, als prinzipientreue Gradlinigkeit.

Aber zunächst einmal muss das Unterhaus über ein neues Austrittsdatum abstimmen. Denn Freitag der 29. ist noch immer gesetzlich verankert.

Lustig, wenn es auch dafür keine Mehrheit gäbe. Dann sind die Briten um 23.00 Uhr raus aus der EU.

Was wir lernen können: Politische Systeme, die unfähig sind, einen Kompromiss zu finden, können implodieren. Besonders dann, wenn „der Volkswille“ beim genaueren Hinsehen lediglich Ausdruck eines tiefsitzenden Frusts ist.

Apropos EU.

Heute ist ein mieser Tag für Newsjunkies wie ich einer bin. Mit dem von der EU soeben beschlossenen Urheberrechtsreform ist wohl das Ende von Flipboard in der EU gekommen (und damit auch in der Schweiz, die wird ja nachziehen).

Newsaggregatoren droht das aus.

Was aus meinen Newsquellen auf Twitter wird, ist ebenfalls unklar. Wie es die Verlage künftig mit Verlinkungen auf dem Dienst halten werden, ist völlig offen.

Gilt auch für Facebook, wobei mich das weniger interessiert, weil ich dort schon vor fünf Jahren ausgestiegen bin.

Kategorie: Politik Stichworte: #Brexit, Medien

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Tim Meier meint

    27. März 2019 um 13:32

    Die Verlage werden noch dafür bezahlen damit ihre News weiterhin in den Google Suchresultaten erscheinen. Ansonsten verschwinden diese Verlage bald in den unendlichen Weiten des Internets.

  2. Arlikova meint

    26. März 2019 um 18:32

    Aber das mit der Urheberrechtsreform müssten Sie doch begrüssen, Sie finden ja die EU so was von toll, zukunftsweisend und volksverbunden.

    • M.M. meint

      26. März 2019 um 21:12

      Ich nehme an, Sie sind nicht so dumm, wie ihr Kommentar.

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Kommentare

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