• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Die verbale Entgleisung des Herrn Iselin auf Facebook

19. Februar 2020 By Manfred Messmer

Also wenn der Herr Theunert schon seinen Social-Media-Mist in meinen Vorgarten kippt, der vor allem aus einer ziemlich vertrakten innerdeutschen Diktaturkontroverse besteht und somit keinerlei Bezug zum aktuellen politischen Geschehen in Basel hat, auch wenn er das gerne so gehabt hätte, gibt es da heute – rein zufällig – einen Facebookeintrag, der in ein paar offensichtlich hingeschluderten Sätzen sowohl lokalpolitische Relevanz als auch politische Brisanz beinhaltet.

Keine Like-Sache oder Retweet-Aktion, sondern ein Originalbeitrag.

In die Welt gesetzt hat den Post Hans-Ulrich Iselin, einer aus dem Daig, dessen Frau als Gemeinderätin von Riehen und langjährige Präsidentin der Familienclan-Partei LDP eine gewisse Bekanntheit erlangte.

Ich kenne beide sehr gut und schon seit Jahren.

Unter dem Titel „Konfiskatorische Steuerpolitik: ein historisches Kontinuum“ verknüpft er in einem suizidalen doppelten Rittberger den Raubzug der Nazis auf das Vermögen der Juden mit der Reichtumssteuerpolitik der Jungsozialisten in Basel.

Pause. Um Luft zu holen.

Der ziemlich quere Gedankengang verläuft so (Abschnitte zum besseren Verständnis von mir eingefügt):

In der heutigen Basler Zeitung BaZ 19.02.2020 finden sich zwei Berichte, die zeigen, dass die Begeisterung für konfiskatorische Besteuerung von Einkommen und Vermögen nicht von der politischen Ideologie ihrer Promotoren abhängt.

Der CEO von Roche, Severin Schwan, spricht in einem ganzseitigen Interview (Seite 9) mit Isabel Strassheim die Negativeffekte einer Reichen-Steuer an, wie sie in Basel-Stadt von den Jung-Sozialisten mittels Vollsinitiative vorgeschlagen und vom Souverän kürzlich abgesegnet worden ist.

In der gleichen Ausgabe auf Seite 19 berichtet Joël Hoffmann über das Schicksal der Privatsammlung Freund, aus der Georg Schmidt 1942 einige Arbeiten für das Basler Kunstmuseum erworben hatte, und die heute Gegenstand einer Raubkunstdiskussion sind: die nach der von den Nazis systematisch betriebenen Konfiskation jüdischer Vermögen und der Vertreibung aus Deutschland mittellos gewordene Familie des 1941 in London verstorbenen Julius Freund war gezwungen, die Sammlung zu verkaufen.

Was hat sich in den 78 Jahren seither geändert?

Hitler und vor ihm schon Stalin begründeten ihre konfiskatorische Strategie mit der Unverträglichkeit bestimmter sozialer, religiöse oder ethnischer Gruppen mit ihren politischen Zielen. „Kulaken“ (selbständige Bauern in der Ukraine) , „Juden“, „Konterrevolutionäre“ wurden als „Volksfeinde“ diffamiert und zur Zielscheibe des totalitären Systems.

Im 21.Jahrhundert sind derartige Typisierungen nicht mehr nötig, die Konfiskation erfolgt diskret und anonym, nach den Kriterien „Einkommen“ und „Vermögen“, aber die Grundidee ist das immer noch die gleiche: es gibt Individuen und Gruppen, denen der Staat etwas wegnehmen darf, ja muss.

Zuerst die Kulaken, dann die Juden und jetzt die Iselins.

Kategorie: Einsichten, Politik Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Theo meint

    20. Februar 2020 um 8:26

    Wenn jetzt schon der Daig Facebook nutzt, ist es mit seinem Renommee auch nicht mehr weit her

  2. Marc Schinzel meint

    19. Februar 2020 um 22:51

    Ein unsäglicher Vergleich.

    • Pascal Pfister meint

      20. Februar 2020 um 0:20

      In der Tat

Seitenspalte

Kommentare

  • Herrmann Elig zu Sagen, was ist: Wie die SVP der FDP die Machtfrage stellt
  • unterbaselbieter zu Männer bei der Arbeit
  • Firedome zu +++Ryf?+++
  • unterbaselbieter zu +++Ryf?+++
  • Firedome zu +++Ryf?+++
  • unterbaselbieter zu +++Ryf?+++

Letzte Beiträge

  • IMGIch kapiers nicht
    22. September 2026
    Ich verstehe es nicht mehr. Ich verstehe nicht mehr, was derzeit in Deutschland abläuft. Ich kann […]
  • SVP BL RGBSagen, was ist: Wie die SVP der FDP die Machtfrage stellt
    19. September 2026
    Gestern hat nun auch die bz meine Meldung aufgenommen, wonach sich die SVP auf Pascal Ryf […]
  • IMGMänner bei der Arbeit
    18. September 2026
    Auf der anderen Strassenseite verändern sie seit drei Wochen ein Stück der Welt. Wo früher ein […]
  • +++Ryf?+++
    17. September 2026
    Die Gerüchteküche läuft auf Hochdampf. Es wird herumgeboten, dass sich die SVP für den Kandidaten […]
  • Bildschirmfoto 2026 09 17 um 09.57.31Medizin 2000 – und 37 Jahre später
    17. September 2026
    Interessanter Schlagabtausch in der BaZ zur verfahrenen Spitalsituation in den beiden Basel. […]
  • IMGDie KI widerspricht der Rektorin
    16. September 2026
    Schon wieder die BaZ und erneut ein Interview. Dieses Mal mit der Rektorin der Universität Basel. […]
  • Bildschirmfoto 2026 09 15 um 09.51.24Die Hypothek Lauber
    15. September 2026
    Der frühere Bankratspräsident der Basellandschaftlichen Kantonalbank, Thomas Schneider, hat der […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework