
Es gibt diesen unspektakulären Moment, in dem man merkt, dass man nicht mehr zuständig ist.
Kein Ärger, keine Pointe.
Man überfliegt ein Interview über einen weiteren Planungsschritt, eine Etappe, ein Zieljahr, das wieder ein wenig weiter hinten liegt.
2031, 2045, «nach 2045»: Jahreszahlen, die nicht mehr nach Zukunft klingen, sondern nach Zeitverwaltung.
Und man geht zur nächsten Meldung über, ohne innerlich antworten zu müssen.
Kein Einwand, kein Reflex, kein «Ja, aber».
Das Projekt läuft weiter. Nur nicht mehr mit einem selbst. Und erstaunlicherweise fühlt sich das nicht nach Verlust an, sondern nach Entlastung.
Ob Herzstück oder Durchmesserlinie – es wird zum Einerlei.
Rafaele Schumacher meint
Das Basler Politikbiotop ist fern von der Aussenwelt. Der Referenzraum sind die Stadtmauer und die Bannmeile darum. Ennet dem Dorenbach wird es den Biotopbewohnern bereits gruselig unangenehm.
unterbaselbieter meint
Herzstück, Duchmesserlinie, Rheintunnel – ich kann es nicht mehr hören. Eine spezielle Spezies von Politiker/innen befassen sich am liebsten mit Sachen, welche ganz weit weg sind – und sie keine Verantwortung tragen. Sie geben sich als Visionäre, wissen aber nicht was übermorgen ist. Es interessiert den Bewohner unserer Region auch nicht – wir haben weiss Gott andere Probleme.