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Unfassbare Milliarden, ein Buchtipp und: Eher Kamel Nadelör als Sollberger Liestal

13. Juli 2022 By Manfred Messmer


Man wird zum fröhlichen Jungspunt, wenn man liest, dass das Webb-Telescop heute Bilder liefert, die einen Moment im Raum vor 13 Milliarden Jahre zeigen.

Die 170 Millionen Jahre, in denen die Dinosaurier die Welt beherrschten, sind so gesehen auch fast nix.

 

******

Selbstverständlich werden die Fundis verschiedener religiöser Richtungen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand negieren, wonach das, was ist, vor 13,8 Milliarden Jahre begann.

Mit einem Knall

Obwohl die Webb-Bilder beweisen, dass die Erde nicht vor 6000 Jahren in sieben Tagen  entstand.

Angestossen von einem IHM.

******

Lese gerade „Entscheidung in Kiew; Ukrainische Lektionen“ von Karl Schlögel, der kürzlich bei Lanz zu Gast war und durch seine unaufgeregten Einschätzungen zum Ukraine-Krieg beeindruckt hat.

So wie es halt jemand tut, der tatsächlich etwas von dem versteht, was gerade zur Diskussion steht.

Also kein Bäumle ist.

Schlögel hat das Buch bereits 2015 geschrieben, doch seine Einschätzungen und Prognosen scheinen wie eben erst verfasst.

Einstieg:

Wir wissen nicht, wie der Kampf um die Ukraine ausgehen wird; ob sie sich gegen die russische Aggression behaupten oder ob sie in die Knie gehen wird, ob die Europäer, der Westen, sie verteidigen oder preisgeben wird. Nur so viel ist gewiss: Die Ukraine wird nie mehr von der Landkarte in unseren Köpfen verschwinden.

Die Frage, die er in seiner Essaysammlung beantwortet: Was macht die Ukraine aus? Neben der schier unendlichen Weiten der Landschaft sind es Städte wie Lemberg, Odessa, Czernowitz, Kiew, Charkiw, Donezk und Dnipropetrowsk mit ihrer reichen Kultur, die bis im Februar kaum jemand im Blick hatte.

******

Achtung, enormer Qualitätssprung: Eine gewisse Frau Sollberger, SVP-Fundi,  will Regierungsrätin im Kanton Baselland werden.

Um die Sache hier heute abzurunden – eine Anlehnung an ein Bibelzitat:

Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass eine Sollberger in Liestal einen Regierungssitz erlangt.

Mehr gibt es dazu auch in Zukunft nicht zu sagen.

Kategorie: Politik Stichworte: Einsichten, Ukraine

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Theo meint

    15. Juli 2022 um 8:04

    In weinseliger Runde hat Frau Sollberger auch schon mal bekannt, dass sie beim Entscheid, Mitglied der FDP oder der SVP zu werden, der für sie karriereträchtigeren Variante den Vorzug gegeben habe. Weil die Konkurrentinnen da schwächer seien.
    Dumm ist sie nicht.

  2. U. Haller meint

    13. Juli 2022 um 15:40

    Nun, wenn wir diese Myriaden von Galaxien betrachten, müssen wir uns doch eingestehen, dass wir höchstens ein My Sternenstaub sind. Oder noch weniger. Sozusagen nichts.

    Und ob ER vor 14 Mia. Jahren den Urknall auslöste, ob ER schon vorher existierte, ob ER ein späteres Konstrukt der Spezies Mensch war, um andere Menschen zu domestizieren – wir wissen es nicht. Wir wissen eigentlich fast nichts.

  3. Henry Berger meint

    13. Juli 2022 um 15:07

    Tja, ja man staunt schon manchmal, wer sich welches Amt zutraut…

    • Klaus Sonderegger meint

      13. Juli 2022 um 17:08

      Wenn kiffende Schuljungen in BS Grossräte werden, wenn noch nie arbeitende Wermuths Arbeiter-SP-Präsis werden (Kreissaal – Hörsaal – Plenarsaal), wenn Schneider-Schneiters Wirtschaftspolitiker sind, aber selbst noch nie in der Privatwirtschaft arbeiteten, überhaupt noch nie Büezten
      dann, ja dann
      kann doch eine KMU-Baselbieterin (Malerbetrieb) mit Mann und Kinder (mitten im Leben) eine grossartige Baselbieter Regierungsrätin werden
      Wir hatten da ja auch schon andere Exemplare.

  4. Raphael meint

    13. Juli 2022 um 12:20

    Fundi scheint das Wort des Tages zu sein… Alles sind Fundis ausser der, der andere als Fundis bezeichnet?

    | Obwohl die Webb-Bilder beweisen, dass die Erde nicht vor 6000 Jahren in sieben Tagen entstand.

    Wie die Bilder das Beweisen ist mir schleierhaft. Es sind die Theorien mit welchen Bilder erklärt werden welche versuchen das zu beweisen. Die Galaxien sind da, das ist Fakt. Aber wie oder wer sie dahin gesetzt hat, das können die Bilder nicht beweisen!

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