• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Mit Anzug und Krawatte oder: Herrn Dürr fehlt es an lässiger Lockerheit

2. August 2013 By Manfred Messmer

dürr

Heute Morgen bin ich beim Überfliegen meiner Tweetline an diesem Bild vom Regionaljournal Basel hängengeblieben.

Es zeigt Herrn Dürr bei seiner Rede zum 1. August in Bettingen.

Wie man sieht, fand der Anlass in einem Festzelt statt. Was man nicht sieht, sind die Zuhörer. Doch wir können davon ausgehen, dass diese allesamt sommerlich-locker – neudeutsch „casual“ – gekleidet, entlang von Festbänken aus Holz sassen.

Es muss ziemlich heiss gewesen sein, in diesem Zelt.

Herr Dürr ist 36.

Hier steht also ein 36-jähriger Mann in dunklem Anzug und umgebundener Krawatte vor dem Freizeitfestanlassvolk und bemüht sich, eine launig-staatstragende Rede vorzutragen.

Was spielt der da?

Es ist schon so: wenn man sich umhört, dann werden über Herrn Dürr nur lobende Worte geäussert. Wie er sich um seine Mitarbeiter kümmere, wie er bei Polizeieinsätzen vor Ort sei, wie er in persönlichen E-Mails Belobigungen übermittle, dass er vor den Leuten die richtigen Worte findet.

Und trotzdem.

Trotzdem herrscht eine gewisse Skepsis gegenüber dem neuen Mann. Und zwar deshalb, weil derzeit niemand richtig einordnen kann, was nun oberflächliche Schau eines ehemaligen PR-Mannes ist und was soveränes Selbstverständnis von einem, der möglicherweise in der Rolle seines Lebens angekommen ist.

Da ist eben dieses Bild von der 1. Augustfeier in Bettingen, wo Herr Dürr an einem lockeren Anlass sich in Schale wirft, als müsse er zu einer Abdankungsfeier.

Warum geht er mit seiner Aufmachung auf Distanz zu der Festzeltgemeinde?

Selbst der ziemlich ältere Obama entledigt sich bei solchen Temperaturen seines Kittels, krempelt die Ärmel zurück und demonstriert damit souveräne Lockerheit.

Und wirkt bei seinen Auftritten um einiges jünger als Herr Dürr.

Wahrscheinlich ist es das, was die Leute derzeit argwöhnisch macht: Herrn Dürr wirkt angestrengt, es fehlt ihm an lässiger Lockerheit.

Kategorie: Politik Stichworte: Basel-Stadt

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Willebrord van Rojen meint

    5. August 2013 um 6:38

    Mit Verlaub, Herr Stilist, gestatten Sie eine andere Position. Kurze Hose an Männern über 30 ausserhalb vom Strand und versteckt im eigenen Garten, ein No-go.

    • M.M. meint

      5. August 2013 um 9:16

      Trage bei diesem Wetter Kurze von Carhatt. Bin bekanntlich auch schon über dreissig. Und wissen Sie was – ist mir so was von egal, wer sich da was denkt. Die sind einfach luftig-bequem.

  2. Michael Przewrocki meint

    3. August 2013 um 9:44

    Die Rede muss cool sein nicht das Tenue.

  3. gotte meint

    2. August 2013 um 19:28

    ob er ein tribal-tattoo versteckt? – – –

  4. Willebrord van Rojen meint

    2. August 2013 um 14:33

    Da Stilthemen bei Ihnen immer wieder auftauchen, noch diese Gegenfrage: was halten Sie wiederum vom Stil des Regionaldirektors (Endfünfziger) einer Grossbank, der – wie eben heute – in kurzen Hosen durch die Stadt flaniert?

    • M.M. meint

      4. August 2013 um 10:56

      Das geht schon. Die Frage ist eher, welches Schuhwerk er dazu trägt und was für ein Hemd. Hier könnte beispielsweise eines dieser an sonst igitt-Kurzarmhemden durchgehen, allerdings nur, wenn dieses nicht in die Hose gestopft ist.

      (Trage diesen Sommer auch Kurze von carhartt. Sind eigentlich megaout, aber was kümmert mich das bald unter fremden Völkern :-))

Seitenspalte

Kommentare

  • Henry Berger zu Das Amt verwaltet
  • Hans Rudolf Rohr zu Mein Gadget-CV
  • Hans Rudol Rohr zu Mein Gadget-CV
  • unterbaselbieter zu Warten auf Toni
  • Manfred Messmer zu Mein Gadget-CV
  • Hans Rudolf Rohr zu Mein Gadget-CV

Letzte Beiträge

  • Mermaid diagramDer Dorfbach und das Deutungsmonopol
    4. September 2026
    Citoyens haben heute ganz andere Möglichkeiten der politischen Mitwirkung als noch vor zwei, drei […]
  • SnapseedDas Amt verwaltet
    3. September 2026
    Die Medien jubeln Isaac Reber im Chor hoch. Ich reibe mir die Augen: Reden sie vom selben […]
  • SnapseedWarten auf Toni
    2. September 2026
    Die Frist ist bereits verstrichen. An der letzten FDP-Parteiversammlung hatte Parteipräsident […]
  • SnapseedMein Gadget-CV
    1. September 2026
    We shape our tools and thereafter our tools shape us. John M. Culkin, 1967, Schüler von Marshall […]
  • IMGMoleskine III: Der Traum
    30. August 2026
    Eintrag vom 27. Juli 2012 Der Traum Der Plot: Ein Mann heiratet die Tochter aus vermögendem Haus. […]
  • SnapseedMoleskine II: …oder war’s der Granatapfel?
    29. August 2026
    Eintrag vom 10. Juli 2012 «Sein meint anerkannt sein.» (Top aktuell, Quelle vergessen) Was, wenn […]
  • SnapseedMoleskine I: Blick zurück
    28. August 2026
    Ich bin bei meinem Moleskine-Notizbuch auf der letzten Seite angelangt und habe mir ein neues […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework