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BVB: Herrn Wessels mangelt es an politischem Gespür

13. Dezember 2013 By Manfred Messmer

20131212-175004.jpg Das Wetter hier oben auf fast 2000 Meter ist einfach umwerfend.

Weil das viele Blau nicht auszuhalten ist, das heutige Bild s/w.

Man muss ja auch an die denken, die unter der Nebeldecke fürs Bruttosozialprodukt ackern. (Nebeldecke gilt übrigens nicht für Basel. Die haben immer ihr eigenes Wetter, unabhängig von SF-Meteo.)

Übrigens, amüsantes Interview mit Herrn Wessels in der BaZ. Tenor: Schuld sind immer die anderen. Als man mich (endlich) informiert hat, habe ich schampar schnell gehandelt.

Der Mann nervt.

Weil alle wissen: er hat erst gehandelt, als er gar nicht mehr anders konnte. Die Mobbingvorwürfe des ehemalige Vizedirektors Vischer, die jetzt in einem ganz anderen Licht erscheinen, scheinen für ihn keinen Anlass zur kritischen Nachfrage gewesen zu sein.

Der Punkt ist doch der, dass der Hampe auf den Gudenrath und auch auf den Baumgartner abgefahren ist.

Weil die sie ihm vorgaukelten, Konzern und Marktwirtschaft zu spielen und alle drei selbsthypnotisch verdrängten, dass sie lediglich die Simulation eines in ein harten Wettbewerb stehenden Unternehmens inszenierten.

Der Fehler des Herrn Wessels liegt darin, dass es ihm an politischem Instinkt mangelt. Schon aufgrund des Anstellungsvertrags hätten bei ihm die Alarmglocken läuten müssen.

Hallo, der Mann ist ein Sozi!

Das Unternehmen ist die BVB und kein Pharmaunternehmen!

Ohne Steuergelder geht der Betrieb unter. Ob diese wie früher unter dem Titel „Defizitübernahme“ oder heute als „Leistungsvereinbarung“ an die BVB überwiesen werden.

Es wird kein Weg daran vorbeiführen: Der gesamte Verwaltungsrat muss zurücktreten.

Dann muss die bisherige Strategie auf den Prüfstand.

Allein schon wegen dieses Satzes:

Der Verwaltungsrat der BVB ist der Empfehlung der Geschäftsleitung gefolgt und hat sich einstimmig für die Beschaffung von 60 Trams des Typs „Flexity Basel“ der Firma Bombardier entschieden.

Das ist die nächste Geschichte, das finanzielle Abenteuer, in das die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat die BVB geritten haben.

18:20 Uhr Und schon geht es weiter im Text: die BVB schummelten in Fussnoten, damit der Kanton zahlt.

18:30 Uhr: der bis anhin geheime Bericht der Fiko wurde jetzt doch veröffentlicht

Kategorie: Politik Stichworte: Arosa

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Blacky meint

    14. Dezember 2013 um 15:37

    Geniess‘ doch Deine Berg-Ferien. Ich wiederhole hier nur, was ich schon andernorts deponiert habe: „Der IWB-Held Edi Schumacher durfte noch auf einem 250 000-fränkigen Schimmel aus der Arena reiten – für die BVB gibt’s in Basel sogar zu wenig Ackergäule.“

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