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Schmerzliche Erkenntnis: Blocher ist ein Langweiler

25. Januar 2011 By Manfred Messmer

Ich muss jetzt doch nochmals auf das Interview mit Hern Blocher in der Basler Zeitung von dieser Woche zurückkommen. Nicht dass es mir keine Ruhe lassen würde. Nein.

Es ist vielmehr so, dass der Mann sich zu einem Langweiler entwickelt hat. Was ich ja ungemein bedaure.

Ich verfolge Herrn Blocher seit Jahren. Ich habe sogar mal dessen Partei gewählt, damit endlich etwas Zug in den Kamin kommt.

Blocher – das war doch noch vor vier Jahren Politunterhaltung pur. Aber jetzt ist er nur noch Wiederholung.

Wer mag schon Wiederholungen am TV.

Ich höre nicht mehr zu, wenn er am Radio redet, ich schlafe ein, wenn in der Arena predigt. Ich kenne seine fünf Sätze, seine beiden Gedanken in- und auswendig. Zumal sie auch von seinen Anhängern in Stadt und Land tagtäglich heruntergebetet werden.

Nein, das wird nichts mehr mit Herrn Blocher, da kommt nichts mehr.

Und ich denke: Eigentlich sind die Italiener mit Herrn Berlusconi besser bedient. Der ist politisch zwar auch am Ende, aber der hat, zur Unterhaltung des geneigten Publikums, zumindest noch ein lebhaftes Sexleben.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Blocher

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Peter Gysin meint

    26. Januar 2011 um 11:03

    Blocher ist kein Langweiler. Er ist ein Mensch, der sich noch getraut, selber zu denken.

  2. max meint

    26. Januar 2011 um 8:55

    Irgendwie schreiben Sie ganz schön viele Artikel über einen Langweiler.
    Blocher soll was neues erzählen? Weshalb? Weil Sie unterhalten werden möchten?
    Da gäbe es doch andere Möglichkeiten, ich denke da nur ans Stadttheater Basel-wenn’s denn ohne Baselbieter Beitrag noch existiert.

    • M.M. meint

      26. Januar 2011 um 8:58

      Theater – da ist alles gesagt, der Stimmzettel ausgefüllt. Das Theater wird seinen Zustupf aus dem Baselbiet bekommen, knapp, aber immerhin.

  3. Markus Saurer meint

    26. Januar 2011 um 8:53

    Lustiger Post.Vor allem der Vergleich mit Berlusconi. Ich finde Blocher zwar noch nicht so langweilig, denn seine wirtschaftspolitischen Aussagen sind meist recht pikant und auch fundiert. Item. Wenn Blocher ein Lanweiler ist, dann sind jedenfalls alle anderen Politiker – ausser Adrian Amstutz – Schlaftabletten.

  4. gotte meint

    26. Januar 2011 um 8:24

    „schmerzlich“? „erkenntnis“?

    • M.M. meint

      26. Januar 2011 um 8:42

      Na ja, so ein Abschied nach all den Jahren…. 😉

  5. Werner meint

    25. Januar 2011 um 23:39

    Jetzt bin ich aber wirklich enttaeuscht – ich hatte gedacht, dass Blocher noch etwas in der Schweiz bewirkt – aber ein Langweiler ist sicherlich nicht das was man heute benoetigt – da gibt es schon genug davon
    Gruss in die Schweiz

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Kommentare

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