• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Dieses Buch ist ein Must-Read: Why We Sleep

19. Januar 2019 By Manfred Messmer

Es gibt nicht sehr viele Bücher, die meinem Leben eine neuen Drall gegeben haben.

Doch dieses gehört dazu: Matthew Walker Das grosse Buch vom Schlaf. Was ein ziemlich idiotischer Titel, weil  er zur Annahme verleiten könnte, es handle sich um einen dieser Tippgeber für ein glückliches Leben, wie beispielsweise „Das grosse Buch vom Fleisch oder „Das grosse Buch vom christlichen Glauben“.

Der Titel  „Why We Sleep“ des englischen Originals sagt hingegen treffend, um was es in diesem Buch geht: Um die Beantwortung der Frage, warum wir überhaupt schlafen.

Ich muss sagen, dass Buch hat mich ziemlich durcheinandergebracht.

Ich meine, ich tue ziemlich viel für meine Fitness – gestern wieder zwölf Kilometer im guten Tempo einmal rund um Arosa -, drei Stunden die Woche Krafttraining.

Ich achte auf die Ernährung – wir sind noch immer beim japanischen Frühstück – und übe mich in der Körperbeherrschung – Krav Maga und aktuell Skifahren – aber schlafen? Da legst du dich einfach hin und dann schläfst ein.

Oder auch nicht. Dann greifst du zum iPad und liest ein Buch.

Schon seit Jahren geht das so, ohne dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, ob das gut ist. Weil du keine Ahnung hast, für was der Schlaf gut sein soll.

Ausser, dass man am Morgen möglichst fit dem Gelderwerb nachgehen kann. Für viele ist Schlafen eh nur vergeudete Zeit.

Nur manchmal am anderen Morgen nach einem langen Abend mit Freunden und gutem Wein, spürst du, dass das nicht so toll war mit dem Schlaf heute Nacht.

Und nun dieses Buch des Neurowissenschaftlers Metthew Walker.

Da haben die angelsächsischen Wissenschaftler wenig Hemmungen: Das Buch ist die Zusammenfassung seiner jahrzehntelangen Forschungsergebnisse und es ist  so geschrieben, dass auch Laien wie ich verstehen lernen, welch komplexe Vorgänge sich Nachts im Schlaf in unserem Hirn abspielen.

Deshalb ist das Buch ein Bestseller, was für viele ein weiterer Grund zur Skepsis ist.

Ist ja egal.

Weil wir Idioten mit oder ohne die Erkenntnisse Walkers mit einem Espresso am Nachmittag oder mit ein paar Gläsern Wein am Abend dieses fantastisch eingespielte System völlig durcheinander bringen.

Oder auch damit, dass wir nicht mindestens acht Stunden schlafen und zwar nach einem kompromisslos sturen Zeitplan.

Denn das, was sich in unserem Kopf während des Schlafes abspielt, folgt einem in 90 Minuten getakteten Zeitplan aus verschiedensten Schlafzuständen.

Wird zuwenig geschlafen – zu spät ins Bett oder zu früh wieder raus – dann fehlen einzelne dieser Schlafsequenzen.

Mit fatalen Folgen.

Die Details kann man ja selbst nachlesen.

Nur so viel: Während des Schlafes werden nicht nur Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis verschoben, sondern es werden auch Abfallstoffe beseitigt:

„Beim pulsierenden Rhythmus des tiefen Non-REM-Schlafs* steigt die Beseitigung von Abfallstoffen im Gehirn um das Zehn-bis Zwanzigfache. Während dieser nächtlichen Hochdruckreinigung wird das glymphatische System durch Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit gespült, die das Gehirn tränkt.“

Was ich gelernt habe: Schlafen heisst loslassen, weil nicht „ich schlafe“ gilt, sondern „das System arbeitet“.

Völlig autonom.

Was wir tun können:  optimale Voraussetzung schaffen, damit „die da oben“ ungestört tun können, was sie tun müssen.

Ich bin dabei, wenn auch reichlich spät, jetzt auch noch das richtige Schlafen einzuüben.

*Non-REM:  Kein Rapid Eye Movement, Tiefschlafphasen,

REM –  Rapid Eye Movement – Traumphase.

Kategorie: Arosa

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. U. Haller meint

    20. Januar 2019 um 17:02

    https://www.zeit.de/wissen/2019-01/selbstoptimierung-schlaf-arbeit-kapitalismus-revolution

  2. Michael Przewrocki meint

    20. Januar 2019 um 7:04

    Das beste Bett und der beste Schlaf wird zunichte gemacht durch das intervallartige Tag-und Nacht-Dröhnen der Fernheizung. Die Politiker scheint das nicht zu interessieren. Lieber Kifferparadies und Nachzüge. Auch die Wlan-und Handystrahlung wird verniedlicht. Dasgrosse Erwachen wird zu spät sein!

Seitenspalte

Kommentare

  • Daniel Flury zu Ich kapiers nicht
  • unterbaselbieter zu Ich kapiers nicht
  • Herrmann Elig zu Sagen, was ist: Wie die SVP der FDP die Machtfrage stellt
  • unterbaselbieter zu Männer bei der Arbeit
  • Firedome zu +++Ryf?+++
  • unterbaselbieter zu +++Ryf?+++

Letzte Beiträge

  • IMGIch kapiers nicht
    22. September 2026
    Ich verstehe es nicht mehr. Ich verstehe nicht mehr, was derzeit in Deutschland abläuft. Ich kann […]
  • SVP BL RGBSagen, was ist: Wie die SVP der FDP die Machtfrage stellt
    19. September 2026
    Gestern hat nun auch die bz meine Meldung aufgenommen, wonach sich die SVP auf Pascal Ryf […]
  • IMGMänner bei der Arbeit
    18. September 2026
    Auf der anderen Strassenseite verändern sie seit drei Wochen ein Stück der Welt. Wo früher ein […]
  • +++Ryf?+++
    17. September 2026
    Die Gerüchteküche läuft auf Hochdampf. Es wird herumgeboten, dass sich die SVP für den Kandidaten […]
  • Bildschirmfoto 2026 09 17 um 09.57.31Medizin 2000 – und 37 Jahre später
    17. September 2026
    Interessanter Schlagabtausch in der BaZ zur verfahrenen Spitalsituation in den beiden Basel. […]
  • IMGDie KI widerspricht der Rektorin
    16. September 2026
    Schon wieder die BaZ und erneut ein Interview. Dieses Mal mit der Rektorin der Universität Basel. […]
  • Bildschirmfoto 2026 09 15 um 09.51.24Die Hypothek Lauber
    15. September 2026
    Der frühere Bankratspräsident der Basellandschaftlichen Kantonalbank, Thomas Schneider, hat der […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework