
Bin neulich an einer Reportage über die Besetzung des AKW Kaiseraugst hängen geblieben.
Viele bekannte Gesichter, war ja auch dort.
Nicht als Besetzer, sondern als junger Reporter – fürs Basler Volksblatt. Schon damals anderer Meinung. Weil radikal unbeeindruckt vom Protestpathos.
Aber was soll’s.
Viele von denen haben später dank „Kaiseraugst“ Karriere gemacht. Ich ohne.
Inzwischen sind wir alt geworden; manche schon tot.
Was hat die Besetzung gebracht?
Nichts. Nicht mal die Rahmenbewilligung hatten sie verhindert.
Kaiseraugst wurde nicht gebaut – nicht wegen der Bewegung, sondern weil man’s schlicht nicht mehr gebraucht hat.
Und die Schweizer AKWs? Die laufen. Und laufen. Und laufen.
Jetzt lese ich „Selbst Mitte-Ständeräte propagieren ein neues AKW in Görsgen“ und die Zürcher Regierung ist auch dafür.
Für die letzten Kaiseräugstler muss das wie ein schlechter Abspann wirken – nur ohne Pointe.
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Was jene, die vom „Unterwerfungsvertrag“ faseln, partout nicht begreifen: wie der EU-Binnenmarkt tatsächlich funktioniert.
Er ist viel mehr als eine Freihandelszone. Es handelt sich um ein komplettes Ökosystem mit gemeinsamen Normen, manchmal zu vielen, mit Standards, Regulierungen, koordinierter Aufsicht und gemeinsamer Gerichtsbarkeit. Das ist es, was uns im globalen Wirtschaftswettbewerb stark macht. (Michel Barnier.)
Ich denke, das kommt mit den Bilateralen III schon gut, angesichts der Weltlage.
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Der Dollar fällt seit einer Woche gegenüber dem Schweizer Franken. Im Moment steht er bei 81 Rappen.
Das ist eine schlechte Nachricht fürs Baselbiet.
Darum:
„Schwächt sich der Dollar um einen Rappen ab, verliert die SNB 3.5 Mia. Franken.“ (NZZ)
Trump zerstört gerade eben Laubers Hoffnung auf einen entspannten Rutsch in den wohlverdienten Ruhestand.