
Die Frist ist bereits verstrichen.
An der letzten FDP-Parteiversammlung hatte Parteipräsident Melchior Buchs verkündet, man erwarte bis Ende August den Entscheid von Mitte-Regierungsrat Anton Lauber.
Seinen Entscheid darüber, ob er zurücktritt oder nächsten April nochmals antritt.
Diese Frist war nicht willkürlich gesetzt. Wer den Wahltermin vom 11. April vor Augen hat, kann seine politische Aufstellung nicht erst irgendwann im Herbst festlegen.
Kandidaturen müssen geklärt, Allianzen geprüft, Kampagnen geplant, Budgets gesprochen und Werbemittel produziert werden.
Bis Anfang Dezember muss deshalb im Wesentlichen stehen, wie man im Januar in die Wahlschlacht zieht.
Ende August war also keine künstliche Deadline der FDP. Es war der letzte vernünftige Zeitpunkt, um den Parteien genügend Spielraum für ihre eigenen Entscheide zu lassen.
Und diese Frist hat Toni Lauber verstreichen lassen.
So grotesk es tönt: An Laubers Entscheid hängt derzeit die gesamte Ausgangslage für das Wahljahr 2027. Denn erst wenn klar ist, ob der Mitte-Sitz frei wird oder verteidigt werden muss, können auch die anderen Parteien ihre strategischen Entscheide treffen – für die Regierungsratswahlen im April ebenso wie mit Blick auf die nationalen Wahlen im Herbst.
Mit jedem weiteren Tag wird deshalb aus persönlicher Bedenkzeit politische Blockade. Lauber meint offenbar, er dürfe sich dafür Zeit nehmen. Er irrt. Inzwischen verbraucht er nicht mehr nur seine eigene Zeit, sondern die der anderen.
Sollte er nochmals antreten wollen, könnte er das heute, morgen oder übermorgen verkünden.
Nichts hält ihn davon ab.
Ausser er ist sich selbst noch immer nicht schlüssig. Und das wäre ein klares Zeichen von Schwäche.
Wer nach der langen Sommerpause noch immer nicht weiss, ob er nochmals kandidieren will, soll es bleiben lassen.
unterbaselbieter meint
„Die-Mitte“-Partei hat kein Personal. Ausser Toni
Ich sag es ja: Schlager haben recht. Auch alte. Denn: Toni Toni noch einmal
https://www.youtube.com/watch?v=LvVJjLkhg2s