Die Bürgerliche Allianz hat heute ihre Karten auf den Tisch gelegt. Pascal Ryf soll für die Büza in den Ständerat.
Bei den Regierungsratswahlen treten die bisherigen Markus Eigenmann für die FDP und Matthias Liechti für die SVP an. Dazu kommt eine neue Kandidatur der Mitte für den frei werdenden Sitz von Anton Lauber.
So weit, so ordentlich.
Die Mitte beansprucht den Ständerat und verteidigt gleichzeitig ihren Regierungssitz. Die SVP behält ihren Sitz in der Regierung und damit ihre starke Stellung innerhalb der Büza. Die FDP bleibt bei einem Regierungsrat.
Jedenfalls so ausgedacht.
Doch im Communiqué findet sich ein Satz, der weit mehr ist als eine übliche Absicherung:
Die Bürgerliche Allianz behält sich ausdrücklich vor, je nach Ausgangslage, mit weiteren Persönlichkeiten zur Wahl anzutreten.
Das ist eine eingebaute Hintertür. Und sie wurde schneller genutzt als vorgesehen. Denn FDP-Präsident Melchior Buchs wich in der gemeinsamen Medienkonferenz vom Manuskript ab und sagte:
Die FDP prüft ernsthaft eine weitere Kandidatur für den Regierungsrat.
Damit war das gemeinsame Mediencommuniqué Makulatur. Denn wie immer gilt: das gesprochene Wort.
Der Vorgang ist in zweierlei Hinsicht politisch bemerkenswert.
Zum einen, weil die Büza damit bereits am Tag von Laubers Wahlverzicht zeigt, dass sie eben keine austarierte Machtgemeinschaft ist. Sie ist ein Zweckbündnis, in dem lediglich verhandelt wird, wer was erhält.
Zum anderen, weil SVP und Mitte in ihrem wochenlangen Deal offenbar ernsthaft meinten, für die FDP müsse es genügen, bei der Büza mitmachen zu dürfen.
Doch die FDP hat kurz vor Torschluss offensichtlich begriffen, was dieser Deal für sie bedeutet.
Nichts.
Einen zweiten Sitz in der Regierung.

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unterbaselbieter meint
….. es kann viel geplant werden. Nur das Volk muss dann diese Planungen auch noch wählen….
Das Baselbiet wird linker (siehe Volksabstimmungen). Am Schluss lacht wieder die SP.
Leider. Sehr leider…….