Mit der Demokratie ist das so eine Sache. Sie ist manchmal ziemlich kompliziert, aber immer anstrengend.
Anstrengend ist sie, wenn es um Abstimmungen geht.
Die Stimmbürger sollen sich eine Meinung bilden, hin- und hergerissen von einer Kakophonie aus Politikern, Experten und Meinungsmachern.
Und dem Nachbarn.
Was sich immer gleich bleibt: Niemand weiss mit Sicherheit, welche Folgen der Entscheid an der Urne schlussendlich haben wird.
Mit dem Ständemehr, über das der Ständerat heute debattiert und entscheidet, wird die Demokratie kompliziert. Denn dann gilt nicht mehr «One Wo-Man, One Vote», sondern Kleinkantone gegen den Rest.
Ob das bei den Bilateralen III richtig oder gar gerecht ist – solche moralischen Fragen stellt die Demokratie nicht.
Denn Demokratie hat, anders als viele glauben, wenig mit Nettsein zu tun. Sie ist ein Kampf mit harten Bandagen.
Beim Ständemehr siegt oftmals nicht der Stärkere.