Eintrag vom 27. Juli 2012
Der Traum
Der Plot: Ein Mann heiratet die Tochter aus vermögendem Haus. Sie haben einen Sohn. Die Frau ist krankhaft eifersüchtig, er abhängig von ihrem Geld.
Plötzlich erbt der Mann ein Vermögen und will sie verlassen. Der Sohn ist inzwischen 16 und zwischen den Eltern hin- und hergerissen.
Als der Mann geht, zwingt ihn die Frau unter Drohungen zurück. Es kommt zum Kampf.
Im Traum wechselt die Szenerie. Der Kampf findet jetzt in einer Sumpflandschaft am Ende der Schneeschmelze statt.
Die verletzte Mutter bittet den Sohn um Hilfe. Als er ihr auf die Beine helfen will, geht sie mit einem irren Lachen auf ihn los.
Vater und Sohn erschlagen sie mit einem Spaten.
Der Sohn sagt: Jetzt ist der Albtraum vorbei.
Der Vater antwortet: Es ist noch nicht vorbei. Seine Frau habe etwas Unverständliches gemurmelt, es habe jedoch wie ein Fanal geklungen.
Einige Zeit später steht eine Frau vor der Tür. Ihr sei eine grosse Belohnung versprochen worden, wenn sie einen versiegelten Brief überbringe.
Vater und Sohn lesen ihn. Darin wird der Tathergang bis in die Einzelheiten geschildert. Die Handschrift ist die der Frau. Es liest sich, als hätte sie ihre eigene Ermordung geplant.
Vater und Sohn bringen die Überbringerin um.
Eine Woche später steht erneut jemand mit einem versiegelten Umschlag vor der Tür. Auch diese Person wird beseitigt.
Dann kommt wieder jemand. Und wieder jemand. Und wieder jemand …
******
Natürlich war ich früher versucht – Henry Miller als Vorbild: Schreibmaschine plus Papier gleich Schriftsteller –, einen Roman zu schreiben.
Ich habe dann tatsächlich einmal damit begonnen. Das war in dem Alter, als man noch alles werden konnte.
Auch Schriftsteller.
Gestern stiess ich beim Lesen von Gianrico Carofiglios «Der Horizont der Nacht» auf die für mich endgültige Bestätigung:
Schreiben hat mir immer gefallen. Ich hatte jedoch nie den Mumm, es zu versuchen. Lässt man etwas unversucht, läuft man nicht Gefahr festzustellen, dass man kein Talent hat oder einem die Kraft für das mühsame Handwerk des Schreibens fehlt.
Das Buch und überhaupt dieser Schriftsteller sind zu empfehlen. Sein Held ist Anwalt, und seine Kriminal- und Privatgeschichten spielen in Bari.