
Medien schreiben für ein Publikum. Das war immer so. Es ging immer um Resonanz.
Geändert hat sich das Publikum selbst.
Früher liess es sich politisch verorten. Heute sind nur noch die Leser der Papiermedien berechenbar: alt, konservativ, ob links oder rechts, mit überschaubarem Konsumverhalten.
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Wer dort Resonanz sucht, muss lärmen.
Der Titel verspricht. Der Text muss nichts mehr halten.
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Der deutlichste Beleg für den Wandel: Leserbriefe werden von Onlinekommentaren marginalisiert.
Der Unterschied: Leserbriefschreiber beherrschten die Sprache und antworteten auf Inhalte. Onlinekommentare reagieren auf Überschriften und aufeinander.
Der Drang nach Resonanz erzeugt ihresgleichen.
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Lese (Beispiel): Innenstadtgeschäfte klagen über sinkende Umsätze, wegen Baustellen.
Nicht die Hitze. Nicht die Schulferien. Nicht das Angebot.
„Baustelle“ erklärt für viele alles. Baustellen muss man nicht hinterfragen.