
Der Osborne-Stier am Strassenrand, schwarz gegen den Himmel — ursprünglich Werbung für einen Brandy, heute Wahrzeichen für ganz Spanien.
Wir sind noch in Spanien. Und doch nicht mehr ganz.
Donostia (San Sebastián) ist nicht das Ende unserer Rundreise. Das war Segovia, mit seiner römischen Wasserleitung und dem kastilischen Ernst.
Donostia ist der Anfang der Heimreise — und der Gewissheit, dass Spanien hier unmerklich aufgehört hat.
Die Landschaft ist grün und nass, die Berge fallen steil ins Meer. Wir sind auf gut tausend Meter losgefahren und jetzt auf Null.
Die Architektur entlang der Promenade hat einen anderen Zug. Man könnte auch an der Côte d’Azur sein.
Die Sprache auf den Schildern — Euskara — lehnt sich an keine andere Sprache der Welt an. Sie ist eine Insel, die schon immer eine Insel war, lange bevor jemand den Versuch unternahm, sie einzuordnen.
Und dann der Atlantik.
Man sitzt auf der Promenade und schaut nach Westen, wo der Horizont nichts preisgibt. Dort drüben liegt Amerika.
Für die Basken war das jahrhundertelang kein Fernweh, sondern ein Ausweg — Auswanderung, Walfang, Ungewissheit.
Der Horizont als Versprechen.
