Spanien beginnt nicht an der Grenze. Es beginnt dort, wo das Grün aufhört.
Die Autobahn nach Cáceres verläuft durch eine Landschaft, die sich langsam entzieht. Das satte Grün der Hochebene verblasst, wird heufarben, fast staubig.
Die Sonne steht anders.
Die Schatten sind kürzer. Um die Mittagszeit zeigt das Thermometer 28 Grad — Sommer, obwohl es erst April ist.
Madrid bleibt rechts liegen, Toledo links. Keine Versuchung, abzubiegen. Beide Städte hatten wir früher schon.
Zwei Ladestopps.
Der Bordcomputer teilt die Strecke nicht nach Reichweite ein, sondern nach gewünschtem Ankunftsstand der Batterie. Man blickt also nicht ständig auf den Akkubalken, sondern fährt entspannt dahin, weil man weiss, das System funktioniert akkurat.
Erstaunlich akkurat: Steigungen, Autobahnabschnitte, Landstrassen im Wechsel – das System wertet den aktuellen Verbrauch permanent für die Zielgrösse aus.
Geladen wird auf siebzig, achtzig Prozent — zehn, fünfzehn Minuten, kaum mehr als die Pause, die man nach zweieinhalb Stunden ohnehin braucht.
Spaniens Schnelllader-Infrastruktur ist fernreisetauglich. Angst vor dem leeren Akku, haben Männer, die Verbrenner fahren.

RB meint
HUD: das Display auf Ihrer Ioniqscheibe ;-))
Manfred Messmer meint
lol – klar doch: das Head-up-Display.
Ist übrigens sehr angenehem beim Fahren, statt auf die Amaturanzeige schauen zu müssen. Und nein, die Internetverbindung ist im Kaufpreis inbegriffen.
Roggenbass meint
Phantastische Reportage – in Bild und Wort. Eine Bezahlschranke können Sie gerne einrichten.
Stimmt das Gerücht, dass Liestal Ihnen News direkt auf den HUD übermittelt? Und obendrein die Roamingkosten übernimmt?
Manfred Messmer meint
HUD?