
Sigüenza, 1054 Meter über Meer – ein Halt für zwei Tage. Weil es sich lohnt.
Der Parador, in dem wir Station machen, war einst eine Bischofsresidenz, dann eine Burg, dann ein Schlachtfeld im Bürgerkrieg.
Jetzt schläft man auf der Durchreise darin. Kastilien nimmt Geschichte nicht weg — es lebt darin weiter.

Die Kathedrale: romanisch angefangen, gotisch weitergedacht, Jahrhunderte lang nicht fertig geworden. In einer Seitenkapelle ein Grabmal, das einen jungen Ritter beim Lesen zeigt. 1486 gefallen. Die Pose wirkt erstaunlich modern.
Draussen: hügelige Weite, vereinzelte Dörfer, und Wolken, die tiefer hängen als man es gewohnt ist. Das Hochland der Meseta hat seine eigene Atmosphäre. Ruhig, gross, ein bisschen ernst.

Roggenbass meint
Wenn Sie uns weiterhin solche leckere Häppchen servieren, wird Herr Reber am Ende, von seiner Last befreit, schon bald die gleiche Route fahren, vielleicht sogar im Coupéli mit Lauber wie einst bei der Gempenrallye – beide mit erhobenem Mittelfinger in Richtung Liestal. Ach ja, stimmt, Lauber haben noch nicht fertig.
Übrigens pflegt Ihr Neoliestaler aus Arlesheim nach seinen ersten 100 Tagen die zu seinem Amt passende Sprache – siehe BZ heute: «Von meiner Lebensrealität her habe ich eine natürliche Affinität zur Stadt Basel.» Darf man das auch Schwurbel nennen?
¡Que tengas un buen viaje!
Manfred Messmer meint
Er hat mich nicht enttäuscht, hat meine Erwartungen erfüllt.
Keller meint
Treffender kann man es nicht ausdrücken, nur kürzer: wysiwyg. Man kann seine gesamte Amtszeit bereits extrapolieren.