Cádiz. Ich wollte schon lange mal nach Cádiz.
Weshalb — ich weiss es auch nicht.
Vielleicht weil es sich bei dieser Stadt um die älteste kontinuierlich bewohnte Stadt Westeuropas handelt — gegründet um 1100 v. Chr. von den Phöniziern als Gadir, Handelsposten am Rand der damals bekannten Welt.
Was ich jedoch auch eben erst erfahren habe.
Drei bleibende Erinnerungen: Dieses Licht. So grell, dass es selbst von der dunkelsten Sonnenbrille kaum gedämmt wird. Die Sonne steht hoch, die Schatten sind kurz.
Dabei ist es erst April.
Dann der Markt mitten in der Altstadt. Ein derartiges Angebot an Streetfood, dass man nicht weiss, für was man sich entscheiden soll. Wir haben statt der lokalen Spezialität – frittierte Meeresfrüchte – Paella gegessen.
Man muss nicht immer das Richtige tun.
Und schliesslich dieser Baum. Eine Ficus macrophylla, im 19. Jahrhundert gepflanzt, als man überall in Europa tropische Exoten in Stadtparks setzte. In Cádiz haben sie das atlantische Klima offenbar gemocht.
Ein Baum in einer zeitlosen Dimension.
