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Mall verliert, Eigenmann stagniert, Bucher legt zu

13. Oktober 2025 By Manfred Messmer

Das Baselbieter Regierungsrennen bleibt ein Dreikampf im Schritttempo. Alle drei Kandidierenden bewegen sich weiter im Bereich um 30 Prozent – und keiner schafft es, sich wirklich abzusetzen.

Trotzdem hat sich etwas verschoben, wenn auch im Millimeterbereich: Caroline Mall verliert leicht (−0.2 pp), das mediale Momentum ist verflogen. Markus Eigenmann tritt auf der Stelle (± 0.0 pp); korrekt, solide, aber ohne neuen Impuls.

Sabine Bucher hingegen legt in unserem Modell um +0.5 pp zu – sie ist die Gewinnerin der Woche.

Zum einen: An einem Podiumsgespräch in Reinach (einzig das Wochenblatt berichtete) brachte sie Eigenmann in die Defensive, als sie betonte, für das Regierungsamt brauche es Erfahrung sowohl in einer Gemeindeexekutive als auch im Landrat. Eigenmann konterte trocken, Letzteres müsse er sich „halt noch erarbeiten“.

Den eigentlichen Schub erhält Bucher jedoch vom bildungspolitischen Verein Starke Schule beider Basel (SSbB) – auch das war den Medien keine Meldung wert.

In einer internen Befragung attestierten ihr 44 Prozent der Mitglieder die höchste Bildungskompetenz der drei Kandidierenden. Der Vorstand empfiehlt sie deshalb einstimmig zur Wahl.

Zwei Wochen vor dem Urnengang präsentiert sich das Feld wie folgt:
Mall 32.5 % | Bucher 31.0 % | Eigenmann 30.0 %

Kategorie: Politik Stichworte: Baselland, Wahlen

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Marc Baumgartner meint

    14. Oktober 2025 um 9:20

    Ist in den Berechnungsmodellen auch berücksichtigt, dass einige Leute bereits brieflich abgestimmt haben?

    • M.M. meint

      14. Oktober 2025 um 11:13

      Ernsthaft jetzt?

      • Marc Baumgartner meint

        14. Oktober 2025 um 15:34

        Aber sicher! So genau wie möglich und mit allen Daten, die verfügbar sind! Wie hoch ist der Prozentsatz derjenigen, die ihr Couvert bereits versenkten und die nicht mehr empfänglich sind für Medienauftritte?

        • M.M. meint

          14. Oktober 2025 um 16:48

          Na gut denn halt. Als erstes können wir festhalten, dass die Wahl bereits halb entschieden ist, bevor der Wahlkampf richtig Fahrt aufnimmt.

          Etwa 50 bis 60 Prozent der Stimmen im Baselbiet werden meist in den ersten zehn Tagen nach Erhalt der Unterlagen brieflich abgegeben. Woraus folgt: Wer früh abstimmt, ist informationsresistent gegenüber späteren Kampagnenwellen.

          Das bedeutet konkret: Die Frühwähler stabilisieren Eigenmann, Mall erreicht ihre Sockelwähler, und die Spätwähler könnten Bucher retten – wenn es noch genug davon gibt.

          Das bedeutet konkret: Frühwähler verändern das Ergebnis nicht; sie machen es nur früher fest. Und genau das hält das Rennen so knapp, wie es ist.

  2. U. Haller meint

    13. Oktober 2025 um 17:00

    Der nächste, von der NEBS und der Operation Libero initiierte Schlagabtausch findet demnächst im Stedtli statt. Dem offensichtlichen Euroturbo und FDP-Kandidaten kann ich nur wärmstens ans Herz legen, was sein Parteikollege Johann Schneider-Ammann, ehemaliger Bundesrat und Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, unlängst zu den sog. Bilateralen III zu Recht gesagt hat: „Dieses Paket enthält institutionelle Elemente, die staatspolitisch und demokratietheoretisch für die Schweiz zu weit gehen“. Das gilt nicht nur für die Schweiz, sondern auch für die Landschaft oberhalb der Hülftenschanze, und ist für mich mitunter auch ein wesentliches Kriterium bei einer Wahl.

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