
Eigenmanns Landratsauftritt von gestern lässt sich auf eine Formel bringen: viel Pflicht, wenig Glanz. Er redet wie ein Regierungsrat, obwohl er erst einer werden will.
Im Dreikampf wirkt er solide, aber farblos – Mall greift an, Bucher verkörpert Aufbruch, Eigenmann bevorzugt den Verwaltungston.
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Wenn man verschiedene Generationen in der Familie hat, kriegt man gratis Nachhilfe.
Thema heute: Socken.
Wir Boomer – den Millennials nachgeeifert – tragen im Sommer (in unseren Tods und Sportschuhen) keine oder höchstens diese unsichtbaren „Sneaker-Socken“. Denn im Zentrum unserer Betrachtung steht der Schuh.
Das ist out.
Gen Z kehrt zurück zu den Tennissocken unserer Jugend – weiss, mit Streifen, gut sichtbar. Und schafft damit Abstand durch Socken.
Ist das wichtig, zu wissen? Nein.
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Die Inflation im Euroraum liegt wieder über der Zwei-Prozent-Marke. Offiziell heisst es: „überraschend“.
Doch ist das wirklich erstaunlich?
Der Warenkorb der Statistik bildet Rüstung nicht ab – aber Europa steckt Milliarden in Panzer, Munition und neue Produktionslinien. Diese Nachfrage bindet Ressourcen, ohne das zivile Angebot zu vergrössern.
Kriege werden am Ende immer mit Geldentwertung bezahlt. Die 2,1 Prozent sind deshalb kein Ausrutscher, sondern ein Signal.
(Zur Erinnerung: Die USA haben den Vietnamkrieg mit der systematischen Entwertung des Dollars bezahlt.)
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Mathias Treyer meint
Eigenmann beherrscht im Moment die Medienberichterstattung (auch die digitalen Medien), ist ja schliesslich auf jeder Veranstaltung anzutreffen. Aber von Mall oder Bucher ist ganz wenig zu lesen.
In der Umfrage von Primenews hat Bucher ganz stark angefangen, gefolgt von Eigenmann. Mall im einstelligen Prozentbereich. Mittlerweile sind Bucher und Eigenmann gleichauf.
Auch bei Auftritten bei den Parteien, deren Unterstützung man gerne hätte, kommen die Kandidaten unterschiedlich gut an. Da hört man so einiges aus den unterschiedlichen Lagern. Ob die SP mit ihrem Entscheid noch glücklich ist, weiss ich nicht. Zumindest die Jungen der SP haben den Kuhhandel abgelehnt und bleiben ihren Prinzipien treu.
Wir brauchen nicht einen Regierungsrat, der sich als perfektes Mediengesicht präsentieren kann, sondern ein Macher, der die Dinge beim Namen nennt und Lösungen vorschlägt, der sich aktiv an jeder „Hundsverlochete“ präsentiert und den direkten Kontakt mit der Basis sucht – auch wenn es an einem Weinfest im Oberbaselbiet ist. Das hat bis jetzt genau ein Kandidat gemacht.
Ob das am Ende reicht – das wissen die Götter. Die Rückendeckung von Bucher scheint zu schwinden, Frau Mall scheint gemäss der Umfrage der Primenews gar nicht relevant zu sein. Da ist es halt dann irgendwann nicht mehr glaubwürdig, wenn man zwanghaft versucht, Eigenmann aus welchen Gründen auch immer schlecht darstellen zu wollen.
Anonymus meint
Touché
M.M. meint
https://arlesheimreloaded.ch/wp-content/uploads/2025/09/IMG_1157.jpeg
Habe Frau Mall mal schnell von 6 auf 10 % gepusht. So viel zum Wert dieser Umfrage. Aber sie hat einen gewissen Fun-Faktor.
Daniel Flury meint
… oder wenn drei Dorfkönige sich eine lebenslange Rente sichern wollen.
Unglaublich spannend.
Das Baselbiet im «General-Suter-Modus».
Tatsächlich, unglaublich spannend (wie «dr Heiri» auf der Suche nach seinem nächsten Gag).
Nur nicht ganz so lustig.