
Der Angriff Irans auf die US-Basis in Katar ist inakzeptabel. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Partner in den Golfstaaten. Eine Eskalation in #Nahost ist verhinderbar. Es braucht nun Verhandlungen zwischen USA & Iran.
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul auf X.
„Ich möchte mich beim Iran dafür bedanken, dass er uns frühzeitig gewarnt hat“
Der amerikanische Präsident Donald J. Trump auf seinem Social Media-Kanal.
Ab jetzt gilt Waffenruhe.
Der Kommentar des deutschen Aussenministers ist ein Meisterwerk der Naivität, also kaum zu überbieten. Wäre es Satire, man müsste lachen. Doch hier spricht jemand mit aussenpolitischer Verantwortung, der erschreckend wenig zu verstehen scheint von den neuen Spielregeln der Macht.
Jetzt, nachdem sich die letzten Staubwolken verflüchtigt haben, könnte man versucht sein, den Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran als Trump-typische Inszenierung zu bewerten.
In der Tat hat das Ganze alle Merkmale einer Inszenierung – einer sorgfältig inszenierten Machtdemonstration.
Das war, ich muss es der Nr. 47 zugestehen, eine Meisterleistung in Sachen Machtdemonstration.
Beide Seiten agierten ganz offensichtlich mit kalkulierter Gewalt und bewusst gesetzten Eskalationsschritten, emotionslos – eine bemerkenswerte Demonstration strategischer Kommunikation in einem brandgefährlichen Umfeld.
Der Iran beschoss US-Stützpunkte, warnte jedoch vorher – ein symbolischer Gegenschlag mit begrenztem Risiko. Gleichzeitig brachte Teheran mutmasslich sensibles Material rechtzeitig aus der Anlage Fordo in Sicherheit.
Auch Washington handelte nicht kopflos: Trump inszenierte Härte, aber ohne unmittelbare Vergeltung.
Sein öffentliches „Dankeschön“ für die iranische Vorwarnung ist nicht einer Laune entsprungen, sondern Teil eines subtilen Dialogs zwischen zwei verfeindeten, aber strategisch denkenden Akteuren.
Kurz – da war wenig Show, aber viel Choreografie. Ein Schachspiel mit echtem Einsatz, bei dem beiden Seiten klar war: Der nächste ungebremste Zug könnte verheerend sein.
Und wo bleibt Israels Rolle?
Israel spielt mit – aber nach eigenen Regeln. Um im Bild zu bleiben: Es ist weder der König noch der Bauer, sondern der Springer: unberechenbar, beweglich, bereit, allein zuzuschlagen.
Unter dem Strich: Ein Waffenstillstand nach sieben heissen Tagen – aber das Regime im Iran bleibt bestehen, der grösste Teil seines Nuklearprogramms ist intakt, und die USA konnten kurz ihre aussenpolitischen Muskeln spielen lassen.
Die Nr. 47 kann sich wieder innenpolitischen Themen zuwenden (nachdem er noch kurz die anderen Nato-Mitglieder am Gipfel in Den Haag abwatscht).
Daniel Flury meint
Was hätte wohl Annalena Baerbock dazu gesagt?
Sie hätte sich darüber beklagt, dass in den B2 keine Frauen am Steuerknüppel sassen.
Der Niveaulift im Auswärtigen Amt Deutschlands scheint auch heute noch immer im 2. Untergeschoss steckengeblieben zu sein.
Der Fachkräftemangel in allen Branchen Deutschlands wird allmählich tatsächlich dramatisch.
M.M. meint
Es soll eine Frau dabei gewesen sein. Allerdings dankte Hegseth nur „our boys“.