
Sobald im Baselbiet irgendeine Wahl ansteht, taucht er wieder auf – der Running Gag namens Balz Stückelberger.
Keine Wahl, sei es für den National-, Stände- oder Regierungsrat, ohne dass der Arlesheimer durch die Medienlandschaft geschoben wird.
Man darf also gespannt sein, wann Stücki dieses Mal als möglicher Kandidat für die Nachfolge gehandelt wird – und wie lange es dauert, bis er erneut erklärt, dass er nun doch nicht antreten wolle.
Dabei gäbe es tatsächlich einen Stückelberger, der das Zeug zum Regierungsrat hätte: seinen Bruder Lukas.
Lukas Stückelberger leitet die Basler Niederlassung einer Privatbank, präsidiert die Basler Bankiervereinigung und war acht Jahre Gemeinderat in Arlesheim – zuständig für die Finanzen.
Er war die treibende Kraft hinter der Neuregelung des Baselbieter Finanzausgleichs – ein Mann also, dem der amtierende Finanzdirektor kein X für ein U vormachen konnte.
Ein ausgewiesener Finanzfachmann, ein gewiefter Ex-Politiker – die richtige Kandidatur zur richtigen Zeit.
Vorausgesetzt, die FDP wäre überhaupt noch in der Lage, strategisch zu denken.
Denn bei den kommenden Herbstwahlen (der genaue Termin wird nächsten Dienstag bekanntgegeben) geht es nicht einfach um eine Nachfolge in der Bildungsdirektion.
Es geht um die wichtigste Position in der Regierung: den Finanzdirektor.
Spätestens im März 2027, nach den Gesamterneuerungswahlen, werden mit den zusätzlichen Rücktritten von Lauber und Reber die Karten neu gemischt.
Wer also jetzt den Sitz gewinnt, muss sich die Pole-Position sichern – nicht für die Bildung, sondern fürs finanzpolitische Steuer.
Zumal die Mitte mit Pascal Ryf einen anerkannten und breit akzeptierten Bildungspolitiker ins Rennen schicken dürfte.
Realitätscheck: Erstens ist die FDP strategisch schwerfällig bis handlungsunfähig.
Und zweitens? Lukas Stückelberger wird – mit Verlaub – den Teufel tun.
Aber träumen darf man ja noch.
Imhof meint
Da wir 22 Jahre in Arlesheim wohnten und arbeiten, kann ich ihrem Artikel nur zustimmen
Marc Oliver Bürgi meint
Lukas Stückelberger für die FDP ins Finanzdepartement und Pascal Ryf für die Mitte ins Bildungsdepartement. Der politisch altgediente Mitte-Familienvater hat mehrere Bildungsunternehmen gegründet, führt diese erfolgreich und würde deshalb auch mit der unternehmerischen Erfahrung gut passen. Doch das wäre das Ende von Anton Lauber und das würde der Silberrücken niemals zulassen. Ryf wird also auf den Rücktritt von Lauber im 2026 oder 2027 warten und dann intern gegen den Mann aus dem Hafen und den Mann aus der WiKa intern kämpfen müssen. Dazu müsste er per sofort den Bestand der Führung seiner Unternehmen sichern und die operative Leitung abgeben. Ob er dies will, werden wir sehen.
Marcus Denoth meint
Ausser er sollte es in den Ständerat schaffen. Dann kann der Hafenmann den RR machen.
P. Keller meint
Was soll dieser Schnellschuss nun? Dem Dauerkandidaten eins auszuwischen? Gut, das stört mich nicht weiter. Doch sein von Ihnen gepushter Bruder war in Ihrem Wohnort Gemeinderat, als die Bürgerlichen die Mehrheit hatten. Unter der Leitung eines Herrn Eigenmann, den die BaZ heute mit einem vergleichbaren Schnellschuss ins Spiel bringt. Das Resultat dieser wegweisenden Politik kennen wir. Die waren genauso lustig und strategisch-wirtschaftlich denkend wie die Frischluft. Austauschbar. Plus das grässliche Setzwerk obendrein. Mit Millionen Kostenüberschreitung. Notabene. Was im Dorf niemanden zu stören scheint.
Ok, Ihr Beitrag entstand vermutlich eh aus Jux und Dollerei.
Imhof , Veronika meint
❣️⭐️