• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

31 % US-Zölle für die Schweiz – Bern wir haben ein Problem!

2. April 2025 By Manfred Messmer

20:35h live auf BBC – Trump hat soeben umfassende Zölle auf Importe aus mehreren Ländern angekündigt – aus seiner Sicht ein Schritt gegen unfaire Handelspraktiken und zur Stärkung der US-Wirtschaft.

Die spezifischen Zölle für ausgewählte Länder sind wie folgt:

  • China: 34% Zoll auf Importe.  
  • Europäische Union (EU): 20% Zoll auf Importe.  
  • Japan: 24% Zoll auf Importe.  
  • Taiwan: 34% Zoll auf Importe.
  • Schweiz: 31% Zoll auf Importe.  
  • Vereinigtes Königreich (UK): 10% Zoll auf Importe.
  • Kanada: 25% Zoll auf Waren und 10% auf Energieexporte.  
  • Mexiko: 25% Zoll auf Importe.
  • Südkorea: 20% Zoll auf Importe.

Weltweit gilt sonst ein pauschaler Zoll von 10% auf alle Importe..

Damit wird auch klar, was die Seco-Chefin vor zwei Wochen als Ergebnis aus Washington mitbrachte und weshalb Parmelin und Keller in die USA reisen wollen.

Wie Trump auf die 61%-Zölle (siehe Bild) für US-Exporte in die Schweiz kommt, ist ein Rätsel.

Auf Industrieproduke wurden die Zölle abgeschafft und der Rest ist sehr moderat. Für Autos sind es beispielsweise 4% aus allen Ländern plus ein paar Franken nach dem Gewicht des Fahrzeugs.

Wahrscheinlich liegt es an der Landwirtschaft, mal wieder.

Die Zölle auf Agrarprodukte sind mit durchschnittlich 32,4% – auch im internationalen Vergleich – sehr hoch.

Um die einheimischen Landwirte zu schützen, werden auf Milchprodukte exorbitante 187%(!) erhoben und auf tierische Produkte 97%. Wo keine Konkurrenz droht, wie z.B., beim Fisch, kann der Tarif hingegen auch bei 0 liegen.

Eine Rolle bei den 31% könnte auch die Währungspolitik der Schweizer Nationalbank spielen, den Franken gegenüber dem Dollar nicht allzu stark werden zu lassen. Schon früher hatten die USA der Schweiz deswegen Währungsmanipulation vorgewofen.

2024 wurden Waren im Wert von 56,7 Milliarden Schweizer Franken in die USA exportiert, was einem Anteil von rund 20% am Gesamtexport entspricht. Ins Gewicht fallen chemisch-pharmazeutische Produkte, Uhren sowie Maschinen und Elektronik.

Basel-Stadt wird es also hart treffen.

Fun Fact: Wäre die Schweiz in der EU, wären es „nur“ 20% und Gegenmassnahmen würden abgestimmt mit den übrigen Partnern.

Kategorie: Politik Stichworte: USA

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Daniel Flury meint

    3. April 2025 um 15:02

    Und was geschieht jetzt eigentlich mit unseren AHV-Milliarden?

    Werden sie jetzt vom GRÖZAZ (Grösster Zöllner Aller Zeiten) als Abschlagszahlung für unsere «Schulden» bei ihm verrechnet?

    MAGA.

  2. Klaus Kirchmayr meint

    3. April 2025 um 9:29

    So wie ich das verstehe, sind das nicht wirklich reziproke Zölle basierend auf von der Schweiz verlangten Zöllen, sondern eine simple „Steuer“ auf den Handelsbilanzüberschuss. In diesem Hinblick ist es eher die Pharma als die Landwirtschaft, welche die 31% für die Schweiz treibt. Soviel Chlorpoulet oder US-Steaks können wir gar nicht essen, dass der Handelsbilanzüberschuss nur ein bisschen korrigiert wird. Ironie der Geschichte: Der Haupttreiber Pharma wird von den Zöllen ausgenommen.

    • Christoph Gass meint

      3. April 2025 um 10:52

      Nachdem sich der Nebel der ersten Berichterstattung gelichtet hat, gebe ich Ihnen recht. Zu befürchten ist, dass sich Trump als nächstes die „Währungsmanipulatoren“ vornehmen wird. Da ist seiner Meinung nach die SNB ganz vorne dabei. Auch dort eine Ironie: die SNB ist ja sehr stark in US Aktien investiert.

  3. CountryTec meint

    3. April 2025 um 8:12

    Also bitte nicht den USA protektionistische Zölle vorwerfen wenn wir unsererseits unsere Landwirtschaft mit fast 100% auf Fleisch und fast 200% auf Milchprodukte schützen.

  4. Marcus Denoth meint

    3. April 2025 um 7:53

    Basel wird es gemäss SRF 1 „Heute Morgen“ gar nicht treffen. Medikamente sind von den Zöllen ausgenommen.

    Und die Rechnung ist einfach:
    https://www.watson.ch/international/usa/865824282-zoelle-von-donald-trump-so-ist-er-auf-die-irren-zahlen-gekommen

  5. Christoph Gass meint

    3. April 2025 um 6:56

    Nach den neusten detaillierteren Informationen sollen pharmazeutische Produkte ausgenommen sein. Anstoss dürften somit in der Tat Agrarprodukte sein (die ja auch Hauptursache des Scheiterns des Freihandelsabkommens CH-USA waren). Wir müssen jetzt halt alle mehr amerikanische Chlorpoulets, Hormonfleisch und zum Ausgleich US Tofu essen, dann bessert es …

Seitenspalte

Kommentare

  • Marc Schinzel zu Zwei Namen und kein Plan
  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan
  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • IMGErkältung. Grippe. Covid.
    15. Oktober 2026
    Andern Tags dachte ich: eine Erkältung, wie man sie sich auf einer mehrstündigen Fahrt in einem […]
  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework