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Gedanken zum Montag

17. Februar 2025 By Manfred Messmer

Ach, die Schweiz.

Derweil sich der Kontinent in seiner schwersten Krise seit 1938 befindet, in Paris ein Sondergipfel zur neuen Lage nach dem Quasi-Rückzug der Amerikaner aus Europa stattfindet, ist frühmorgens das wichtigste Thema für die Tagi-BaZ online der unlautere Geschlechtsverkehr eines „Influenzers“.

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Man tut hier so, als sei man von der neuen Entwicklung gar nicht betroffen. Doch alt Landrat Klaus Kirchmayr hat recht: Der Basler und Baselbieter Wohlstand, völlig abhängig vom Geschäftsverlauf der beiden Pharmariesen, ist in Gefahr:

Langfristig viel bedeutsamer sind die ernsthaften Gedanken, welche man sich in den Verwaltungsräten von Novartis und Roche bezüglich der Hauptsitzfrage macht/machen muss. Ein globales Unternehmen ohne starken staatlichen Player als Schutzpatron dürfte ein Auslaufmodell sein und damit das bequeme Politisieren im Schatten sprudelnder Pharmagelder.

Sollte eintreffen, das Novartis seinen Hauptsitz in Basel aufgibt, würde das 19-Millionen-Gehalt des Novartis-Chefs, das der Lokalleiter der Tagi-BaZ kürzlich als „absurd“ bezeichnete, besser zum unternehmerischen Kulturumfeld des neuen Steuersitzes (in Texas?) passen.

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Gestern, Tagesschau, SRF, letzter Beitrag, Kultur: Ein Würdigung der ersten ordentlichen Professorin der Welt, d.h., die den Titel auf dem dafür üblichen akademischen Weg erhalten hatte, Anna Tumarkin.

Kein Wort darüber im Bericht in der Tagesschau, über die Herkunft Tumarkins, anders als im Text von Swiss-Info: „Ihr Vater war ein wohlhabender orthodox-jüdischer Kaufmann“.

Die erste ordentliche Professorin der Welt, habilitiert in Bern, war eine Jüdin.

Was deshalb erwähnenswert ist, weil es sehr viel über das damalige akademische Umfeld an der Universität Bern aussagt: Frau und Jüdin waren nebensächlich, was zählte war Intelligenz und eigenständiges Denken.

Aber eben. SRF.

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Screenshot

Auf Deutsch: „Der Führer schützt das Recht“

„Der Führer schützt das Recht“, erschienen am 1. August 1934 in der Deutschen Juristen-Zeitung, im Nachgang zu den Röhm-Morden.

Schmitt schrieb sinngemäss, dass der Führer nicht an bestehende Gesetze gebunden sei, sondern selbst die höchste Instanz des Rechts darstelle.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Basel-Stadt, Nr. 47, Pharmaindustrie, USA

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

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Kommentare

  1. angrymonk meint

    17. Februar 2025 um 19:08

    Ich tippe eher auf Boston / Cambridge.

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Kommentare

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