
Man schaut die Nachrichten im Fernsehen. Die ersten Meldungen zu Nahost.
Die Lage: Terrorgruppen haben einen Staat angegriffen. Der wehrt sich.
Die Kämpfe dauern seit einem Jahr an, ein Ende ist nicht in Sicht.
Wir sehen live, wie Feuerbälle auf Tel Aviv niedergehen. Der Iran, wird uns gesagt, übe Vergeltung wegen der Ermordung des obersten Hisbollah-Führers im Libanon.
Die grundsätzliche Frage wird ausgeklammert: Wie kommt ein völkerrechtlich anerkannter Staat, ein Mitglied der UNO und engagiert in verschiedenen UNO-Gremien, dazu, den Tod eines Terroristenführers zu rächen, der 1000 Kilometer von den eigenen Staatsgrenzen entfernt operiert?
All die logischen Antworten, die gegeben werden könnten, sind nur eines: absurd.
Dass dieser nächtliche Raketenangriff eines Staates gegen einen anderen in Europa einfach so hingenommen wird, ist wohl dem neuen Chamberlainismus – schweizerisch: Höselertum – geschuldet.
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Lese, dass am Samstag „tausende Menschen an Pro-Palästina-Demo“ erwartet werden.
Zwei Tage vor dem 7. Oktober, jenem Tag vor einem Jahr, als Mitglieder radikal-islamistischen Gruppe Hamas (und wie man inzwischen weiss auch ganz normale Leute sowie Mitarbeiter der UNRWA) in Israel einfielen.
Dabei kamen über 1.200 Menschen ums Leben, und 239 Frauen, Kinder, Männer – Babys, Ältere und Kranke – wurden als Geiseln nach Gaza verschleppt. Ein Zeuge: Die Terroristen behandelten die verschleppten Mädchen wie Puppen, „mit denen sie machen können, was sie wollen“.
Viele der Opfer wurden in ihren Häusern, bei einem Open-Air-Musikfestival und auf den Strassen getötet (man sagt wohl besser: hingeschlachtet).
Am 7. Oktober 2023 hat das schlimmste Massaker an Juden seit der Shoa stattgefunden.
Und in Basel solidarisieren sich zwei Tage vor dem Gedenktag „tausende Menschen“ mit den Verbrechern.
Wissentlich in der Stadt, in der der Staat Israel ausgerufen wurde.
Es ist eine Schande.
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Dass die Behörden in Basel diese Demonstration zulassen ist wohl ebenfalls Ausdruck des verbreiteten Chamberlainismus – schweizerisch: Höselertum.
Warum kann man nicht Hinstehen und sagen: Wir wollen das in Basel nicht, in der Stadt in der der Staat Israel ausgerufen wurde!
Man komme jetzt nicht mit „Demonstrationsrecht“ und dem Recht auf freie Meinungsäusserung.
Die Forderung der „Pro-Palästinenser“ nach der Vernichtung Israels und der Juden ist schlicht und einfach nicht durch unsere Freiheitsrechte gedeckt.
Punkt.
unterbaselbieter meint
Glaube, scharfsinnig Sie ertappt zu haben.
Sie hören zu viel „Markus Somm“.
Sie hören „Bern einfach“ und wohl auch „Roger gegen Markus“ auf Radio 1 von Roger Schawinski…
Weil M. Somm gebraucht viel den Ausdruck „Höseler“…
Stimmts ?!?
ICH höre eben auch „Bern einfach“ und „Roger vs. Markus“. Weil es so gut ist. Ertappt.
M.M. meint
Copyright by M.S. manchmal sind die beiden tatsächlich unterhaltsam (Feusi und Somm).
Höret uuf!
U. Haller meint
Und noch etwas ist absurd: Zuerst die Greta, jetzt dieser No name Issa Amro.
Auch das ist eine Schande.
gotte meint
doch. auch blöde meinungen sind in unserer demokratie durch die freiheitsrechte gedeckt. sonst wäre die weltwoche und der nebelspalter auch schon verboten.
M.M. meint
In der Tat, blöde Meinungen darf jede/r äussern. Und damit auch auf die Strasse gehen.
Doch „From the river to the sea“ ist keine blöde Meinung.