• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Schluss mit den Subventionen an die Kaserne und das Roxy, jetzt gibt es einen privaten Marktteilnehmer

23. September 2024 By Manfred Messmer

Zeitgeist

Man erbt (dank Aktienverkäufe eines auch schon geerbten Pharmaunternehmens) gaaaaaaanz viel Geld.

Um etwas die Dimensionen anzuklingen: Während der Vater vor Jahren mal kurz 25 Millionen dem Zolli vermacht hat, kauften neulich die Kinder eine stillgelegte Mayonnaise-Fabrik.

Weil, wenn man gaaaaanz viel Geld geerbt hat und nicht weiss wohin damit, macht man was?

Bingo – etwas mit Kultur.

Im „Kleinbasler Niemandsland“ (BaZ) lassen die Geschwister ein „Tanzhaus“ der Superlative einrichten – gemessen an dem, was sich sonst so in Basel in diesem Bereich tut.

Das ist eine gute Nachricht.

Denn Private finanzieren auf eigenes Risiko ein Kulturangebot, das derzeit noch der Staat, aka der Steuerzahler, berappt.

Zum Beispiel in der Kaserne (rund 1 Mio. jährlich von Basel-Land; 2.6 Mio. BS.) und im Roxy (Aufwand rund 830’000, Beitrag BL 650’000).

Die neue Kulturstätte konkurrenziert nach Ansicht der Kaserne-Verantwortlichen ganz direkt das bisherige Angebot der beiden Kulturstätten:

Den Bau neuer Institutionen sehen wir eher kritisch, solange es Institutionen in der Stadt gibt, die schon im ähnlichen Feld arbeiten und nicht genügend finanziert sind, um qualitativ hochwertiges Programm zu garantieren oder ihr Personal fair zu bezahlen…

Das ist ebenfalls eine gute Nachricht.

Denn daraus kann man den Umkehrschluss ziehen: Der Staat sollte auf keinen Fall Unternehmen mit Ewigkeitssubventionen stützen und damit einen wenig fairen Konkurrenzkampf mit einem privaten Anbieter führen, der dasselbe Angebot und noch viel mehr auf rein privater Basis anbietet.

Kostenlos. Für den Steuerzahler.

Man kann also als Baselbieter (und Basler Steuerzahler) den Schluss ziehen: Freuen wir uns, dass wir die alternative Tanzszene plus weitere kulturelle Angebote ab jetzt einem privaten Anbieter überlassen können.

Und der erst noch das volle finanzielle Risiko trägt in einer Branche, der marktwirtschaftliche Regeln dank dem Staat ziemlich  egal sind.

Ein Hoch also auf die Erben!

(Im Mai dieses Jahres hat Landrat Marc Scherrer (Mitte) den Millionenbeitrag an die Kaserne hinterfragt und vorgerechnet, dass die 3.672 Personen pro Jahr aus dem Baselbiet, welche die Kaserne besuchen, den Kanton 266,50 Franken pro Ticket kosten.)

Kategorie: Politik Stichworte: Kultur

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Daniel Flury meint

    24. September 2024 um 4:27

    Nun gut, «Dividenden» sind ja nicht kostenlos, sondern sie bedeuten, dass der Endverbraucher etwas mehr für die Ware bezahlt, damit die «Eigner» etwas mehr in ihre eigene Denkmale investieren können.

    Früher wars der Kirchgang, heute ists der Kunsttempel, der den Sinnsucher erschauern lässt und die Mäzenin erfreut sich an sich selbst.

Seitenspalte

Kommentare

  • Daniel Flury zu Serienuniversum
  • Baresi zu Serienuniversum
  • Franz zu Serienuniversum
  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans
  • Siro zu Der Plan eines Plans
  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans

Letzte Beiträge

  • Bildschirmfoto 2026 09 15 um 09.51.24Die Hypothek Lauber
    15. September 2026
    Der frühere Bankratspräsident der Basellandschaftlichen Kantonalbank, Thomas Schneider, hat der […]
  • ScreenshotSerienuniversum
    14. September 2026
    Nein, damit will ich mich gar nicht erst beschäftigen: mit dieser politischen Kakophonie auf allen […]
  • Riebli peterDie Beute
    11. September 2026
    Bei den nationalen Wahlen 2027 zeichnet sich im Baselbiet eine neue Normalität ab: Wer für den […]
  • SnapseedEin Hoch aufs Staatsversagen II
    10. September 2026
    Wenn wir gestern ein Hoch aufs Staatsversagen gesungen haben, kommen wir nicht umhin, die Leute zu […]
  • Kantonsspital Baselland Standort BruderholzEin Hoch aufs Staatsversagen
    9. September 2026
    In Liestal schaut jede Kommission durch ihre eigene Brille auf dasselbe Spital. Die […]
  • IMGDer Plan eines Plans
    8. September 2026
    Isaac Reber tritt ausgerechnet in jenem Moment ab, in dem sein grösstes Vermächtnisprojekt zur […]
  • ScreenshotRutschung.
    7. September 2026
    Die politische Verschiebung im Osten Deutschlands lässt sich an meinen Lesegewohnheiten ablesen. […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework