
Es gibt diese Erzählung, Giorgia Meloni ist die Böse, Olaf Scholz (als Beispiel für alle anderen) der Gute.
Es gibt diese Erzählung, rechts ist böse und links ist gut. Die besten von allen sind die in der Mitte.
Klammern wir mal die Extremen links und rechts aus – unterliegen wir, die das „Narrativ“ der Medien glauben, einer Hirnwäsche derselbigen?
Auf alle Fälle habe ich bis heute nichts gelesen oder gehört, der den Postfaschismus-Vorwurf gegenüber Meloni untermauert.
Die macht doch übers Ganze gesehen eine vernünftige Politik, insofern eine solche in einer Zeit des privaten Imperativs überhaupt möglich ist.
Demgegenüber steht meine Einschätzung zu Scholz schon seit Monaten fest: Ein erschreckend unfähiger, arroganter Kanzler.
Merke: Es sind nicht mehr die 68er, die den Ton bestimmen.
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Wahrscheinlich müssen wir dieses Toleranz-First gegenüber jeder und jedem und jedes einfach mal sein lassen.
Was nicht gleichbedeutet mit Intoleranz ist.
Nein, es geht vielmehr darum, einfach auf den eigenen gesunden Menschenverstand zu hören.
Und uns dem gerade Gängigen verweigern.
Ah ja? – passt als Antwort auf fast allen Unsinn, dem wir heutzutage ausgesetzt sind.
Mehr muss man nicht.
Denn das Problem ist doch, dass das Beliebige zur Norm wird.
Links- und Rechtsextreme wissen, wie man aus der Dummheit der Leute Kapital schlagen kann.
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Einfach zur Illustration des Gesagten eine besonders durchgeknallte Veranstaltung, bei der noch Schamlosigkeit hinzukommt: Ravensbrück Retreat für Frauen (Teilnehmen können alle Frauen und Menschen, die trans, inter oder nicht-binär sind, unabhängig von religiösem Hintergrund, Meditationserfahrung etc.)
Ravensbrück war das grösste Konzentrationslager für Frauen. Man geht davon aus, dass 28.000 Häftlinge in Ravensbrück ums Leben gekommen sind.
Sabine Müller aus Bremen schreibt über die Meditation „auf dem Boden des Lagers“:
Ich freue mich immer noch auf stille Weise über die farbenfrohen Blumen im Krematorium und die Tara-Mantras, denen dort nistende Vögel lauschten.
Ah ja?