
Überraschung: die Chinesen spionieren in grossem Stil in Europa. Und weil sich die Schweiz zufällig in der Mitte des Kontinents befindet, eben auch im neutralen Eiland.
Ich werde genau aus dem Grund nie ein chinesisches Auto kaufen.
Weil die neuen Autos jede Menge Daten über Fahrer und Fahrweise sammeln, über die Umgebung und dem Inneren des Fahrzeugs.
Nicht nur mit Sensoren, sondern auch mit Kameras, egal, ob im Elektromobil oder im Verbrenner. (Ab Juli sind es noch ein paar mehr, weil die EU ab dann zusätzliche Assistenzsysteme fordert.)
Im Grunde genommen handelt es sich bei chinesischen Autos um EU-legitimierte Spionagewerkzeuge: Die Autos fahren quer durch Europa, zeichnen alles auf und die EU schreibt vor, dass sie das tun müssen. (Ab Juli überwacht einen Innenkamera den Fahrer, ob er denn nach vorne auf die Fahrbahn schaut, ansonsten ertönt ein Warnton.)
Die nach China übermittelten und dort gespeicherten Datenmassen können dank KI problemlos und gezielt ausgewertet werden.
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„Stell dir vor, es ist Krieg und Keiner geht hin“ – die Parole der Friedensbewegten hatte ihre in-aller-Munde-Zeit in den frühen Achtzigern, als Antwort auf den Nato-Doppelbeschluss.
Der Satz galt damals als ultimativer Protest gegen die Säbelrassler in den USA, deren Schutzschirm ein friedliches Zusammen in Europa garantierte.
Die Russen waren damals für die Linke noch immer auf dem richtigen Weg in eine bessere Zukunft.
Letzten Samstag stellte die NZZ fest: „Wir sind im Krieg…“, was man 2024 ergänzen kann mit: „…und Keiner glaubt’s.“
Die Russen sind heute für die Rechte auf dem richtigen Weg.
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Die Idee, die Schweizer Armee mit 10 Milliarden auf Vordermann zu bringen, kann man immerhin als Zeichen für ein Umdenken werten.
Wobei dieses Geld nur für die bislang vernachlässigten Basics ausreichen wird.
Man wird noch viel mehr brauchen.
Aber wie immer geht es zunächst nicht um die Sache, sondern den Glauben.
Das kann dauern.