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Tut mal was Neues – setzt KI zur Beendigung des Russland-Ukraine-Kriegs ein

2. Januar 2024 By Manfred Messmer

Rindersteak aus Argentinien, Rosenkohl mit Apfel, Salat

Lese was über Künstliche Intelligenz (KI): Googles KI-System DeepMind gelang 2016 der Durchbruch, als der Computer in einem Go-Spiel den südkoreanischen Grossmeister Lee Sedol schlug.

Das chinesische Brettspiel Go weist derart viele Spielstellungen auf, dass Intuition wichtiger ist, als überlegtes Handeln aufgrund von Erfahrung und Wissen. Weshalb Go mit seinen vielen möglichen Spielzügen  bis dahin  als zu komplex für Computer galt.

Das Interessante war aber nicht, dass die Maschine ihn besiegen konnte, sondern, wie sie es tat. Sie entwickelte noch nie zuvor gesehene Strategien (Tagi, hinter Bezahlschranke).

DeepMind legte mit einem frühen Zug „so ungewöhnlich, so unvorhersehbar“, den – sprichwörtlichen – Grundstein für den späteren Sieg.

Beobachter hätten von einer Form von intuitiver Kreativität gesprochen, wird berichtet.

An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob es in Anbetracht der Komplexizität des Go-Spiels nicht möglich ist, mit DeepMind (und anderen KI-Systemen) völlig neue Lösungsansätze für die Beendigung des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine zu finden.

Schliesslich sind die Antworten, die derzeit gegeben werden – zermürben, besiegen, auf Jahre weitermachen – ziemlich abgedroschen.

Und dumm.

Es muss doch 2024 möglich sein, ging mir durch den Kopf, dass mit KI völlig neue Lösungsansätze zur Konfliktbeendigung gefunden werden könnten.

Wie bei besagtem Go- Turnier 2016; verblüffende Lösungen, auf die kein Mensch gekommen wäre.

Ich habe deshalb ChatGPT eine laienhafte Frage gestellt: Wie kann KI Verhandlungen zwischen Kriegsparteien unterstützen?

ChatGPT: Künstliche Intelligenz (KI) kann auf verschiedene Weisen Verhandlungen zwischen Kriegsparteien unterstützen. Hier sind einige Möglichkeiten:

  1. Datenanalyse und Informationsbeschaffung: KI kann große Mengen an Daten aus unterschiedlichen Quellen analysieren, um relevante Informationen über die Konfliktparteien, ihre Positionen, historische Entwicklungen und andere relevante Faktoren zu liefern. Dies kann den Verhandlungsteams helfen, besser informierte Entscheidungen zu treffen.
  2. Konfliktmodellierung: KI kann Modelle erstellen, die die Dynamiken und Ursachen eines Konflikts verstehen. Durch die Analyse von historischen Daten und aktuellen Informationen kann KI dazu beitragen, potenzielle Lösungsansätze und Kompromisse zu identifizieren.
  3. Sprachverarbeitung und Übersetzung: In multilateralen Verhandlungen, bei denen verschiedene Sprachen im Spiel sind, kann KI in der Echtzeit-Übersetzung und -Interpretation eine wichtige Rolle spielen. Dies trägt dazu bei, Missverständnisse zu minimieren und die Kommunikation zu erleichtern.
  4. Simulationsmodelle für Szenarien: KI kann dazu verwendet werden, verschiedene Verhandlungsszenarien zu simulieren. Dies ermöglicht es den Verhandlungsteams, die möglichen Auswirkungen verschiedener Entscheidungen und Vereinbarungen zu verstehen, bevor sie getroffen werden.
  5. Risikoanalyse: KI kann dazu beitragen, potenzielle Risiken und Hindernisse für eine erfolgreiche Verhandlung zu identifizieren. Dies ermöglicht es den Verhandlungsteams, proaktiv Strategien zur Risikominderung zu entwickeln.
  6. Automatisierung von Routineaufgaben: KI kann repetitive und zeitaufwändige Aufgaben automatisieren, wie das Durchsuchen von Dokumenten nach relevanten Informationen oder das Verfolgen von Entwicklungen in Echtzeit. Dies ermöglicht den Verhandlungsteams, sich auf strategische Aspekte zu konzentrieren.

Die Instrumente sind mit anderen Worten vorhanden. Sie müssten nur eingesetzt werden.

Verstehe nicht, weshalb das nicht geschieht.

Ich meine, wenn schon KI, dann doch mal was Handfestes im Jetzt und nicht bloss Geschwurbel über die Zukunft.

Wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr; es wird kompliziert bleiben.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Einsichten, Künstliche Intelligenz, Wissenschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Rampass meint

    3. Januar 2024 um 8:21

    Die obengenannten Instrumente werden von den Kriegsparteien bereits eingesetzt. Natürlich nicht, um Verhandlungen, sondern die eigenen Generäle mit aufbereiteten Entscheidungsgrundlagen zu unterstützen.

  2. Klaus Kirchmayr meint

    2. Januar 2024 um 13:12

    Die Antwort auf deine Frage: Vereinfacht gesagt ist es BIS JETZT der KI-Forschung nicht gelungen „Wissen“ mit „Kreativität“ sinnvoll zu kombinieren. Beim „Wissen“ ist man mit den generativen, grossen Sprachmodellen mittlerweile recht gut. Auch der Kreativitäts-Teil wird durch die DeepMind-Forschung z.B. zur Faltung von Proteinen (AlphaFold), etc. mittlerweile recht gut abgedeckt. Wenn es dann mal gelingt beides zu kombinieren, dann……
    Viel Hoffnung setzt man in den Q*-Algorithmus und seine Derivate, der beide Sachen (Wissen & „Kreativität“) kombiniert. Man wird sehen, es gibt noch andere spannende Ansätze….
    Was aber jetzt schon klar ist: „Wissen“ wird in Zukunft immer mehr durch „Können“ abgelöst werden. Bullshit jobs (heute 30-70% aller Jobs) dürften weniger werden….. Jobs hingegen, welche (auch physisches) Können erfordern dürften wichtiger werden. Nicht schlecht für die Schweiz, wo die Berufslehre noch einen gewissen Stellenwert hat…..

    • P.Keller meint

      3. Januar 2024 um 11:31

      Wieso pusht die Politik die Berufslehre nicht auf Deubel komm raus? Wieso pushen die Eltern die Kids auf eine Schiene, die stante pede zu BS-Jobs führt? Hochhaus Nr. 5, 41. Etage, Sitzplatz hinten links, als Marketing Supervisor im HQ zuständig für Somalia-West, stress disorder portfolio B, wie mindestens elf Vorgesetzte in den Sitzreihen vor ihm/ihr ebenfalls?

  3. Jean meint

    2. Januar 2024 um 12:04

    Solange ein biologisches Hirn vom russichen Imperium träumt, aber über ein marodes Restreich regiert, wird das schwierig …

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