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Nicht der Bundesrat, die SP-Spitze legte die Departementsverteilung fest und Jans, der Brücken-Bauer, fügte sich

20. Dezember 2023 By Manfred Messmer

Leichte Kost: Tofu-Linsen, Salate, Quark

Die Geschichte des Tages, wenn nicht der nächsten Wochen, bringt heute die CH-Media-Gruppe (in dieser Gegend die Basellandschaftliche Zeitung).

Wenn das stimmt, was die Zeitung schreibt, hat die SP-Parteispitze und nicht der Bundesrat bestimmt, dass Baume-Schneider das Departement wechseln darf und Jans die Justizdirektion übernehmen muss.

Die Bundesräte seien an besagter Sitzung „überrumpelt worden“, schreibt die bz. (Missstimmung im Bundesrat: Die Umstände des unerwarteten Wechsels von Baume-Schneider stossen auf Kritik)

Vor besagter Bundesratssitzung sei nicht klar gewesen, „dass ein Mitglied der Landesregierung das Departement wechseln wollte.“

Lediglich Amherd, Baume-Schneider und Jans hätten gewusst, was gleich folgen werde:

Die Jurassierin erklärte, dass sie das Innendepartement übernehmen wolle. Und der neue Bundesrat Beat Jans zeigte sofort sein Einverständnis, künftig für die Justizdirektion und damit auch das Asylwesen zuständig zu sein. «Dass Beat Jans umgehend seine Zustimmung signalisierte, entzog den Gegenargumenten den Boden», sagt ein Bundesangestellter. Jans war ebenso eingeweiht in den Plan wie die Spitze der SP.

Unglaublich – die SP-Paarteispitze bestimmt, welches ihrer Mitglieder in der Landesregierung welches Departement bekommt.

Und Jans, der Brücken-Bauer, der unbedingt Bundesrat werden wollte und sonst nichts, fügte sich dem – wie sollen wir es so nennen? – Parteidiktat.

Sagen wir es so: Das ist ein schwacher Einstand und deshalb nicht gut.

Fürs Land.

10:00 Uhr: Wie mir eben auf X mitgeteilt wird, sass Cédric Wermuth beim selben Medienkonzern zu den Bundesratswahlen zum Interview.

Zitat: 

Überrascht war Wermuth dagegen vom Departementswechsel von SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider. Der Entscheid sei nicht mit der Parteispitze abgesprochen gewesen. Das sei aber auch nicht üblich. Er könne den Entscheid nachvollziehen und finde ihn mutig.

Kann mal schnell jemand nachschauen, wo sich die Balken biegen?

Danke!

Kategorie: Politik Stichworte: #Bundesratswahl23

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Andres Egger, Basel meint

    21. Dezember 2023 um 0:22

    Wer hat da letzthin genau davon gesprochen?
    Von der SP. Und von der Machtpolitik. Und so.
    Historisch:
    „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert“; Erich Kästner, 1931
    Ich sag mal:
    „Ist der Ruf erst ruiniert, lügt sich’s völlig ungeniert“!

    PS für Linsenfans: Die „lentilles auvergnates“ (Lentille Verte du Puis AOC) sind einen Versuch wert, versprochen! Erhältlich in jedem mittelprächtigen Supermarché im Französischen Teil unserer kleinen Stadt…

  2. Marc Baumgartner meint

    20. Dezember 2023 um 14:08

    Wo finde ich das Rezept für die Tofu-Linsen??

    • M.M. meint

      20. Dezember 2023 um 16:52

      Wir improvisieren in der Regel, machen aus dem, was wir gerade haben, was.

      Beluga-Linsen: Kochen mit Bouillon-Wasser (Dauer auf Packung)
      Tofu: In Butter braten, mit Sojasauce, Pfeffer, Zatar (Gewürzmischung) würzen
      Danach unter die Linsen mischen, etwas weissen Balsamico
      fertig

      • Marc Baumgartner meint

        20. Dezember 2023 um 20:02

        Danke! Werde ich gleich nach Weihnachten ausprobieren!

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