• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Es gibt kein Recht mehr aufs eigene Auto

30. Dezember 2023 By Manfred Messmer

Fastfood

Um ihr Netto-null-Ziel zu erreichen, setzt die Basler Regierung, so wie andere Politiker in Europa, auf Elektroautos.

Wobei, damit das korrekt rüberkommt, der Zusatz „unter anderem“ beigefügt werden muss.

Damit stellt sich die Frage, ob die Forderung der Sozialdemokraten aus den 50ern, nicht nur Reiche, sondern auch Arbeiter sollen sich ein Auto leisten können, noch aufrecht erhalten werden kann.

Der Frage wird ausgewichen, in dem man sich einredet, dass auf absehbare Zeit (so ziemlich) alle aufs ÖV-System umsteigen werden.

Oder aufs Lastenvelo (Familien).

Doch diese umweltromantische Vorstellung enthält jede Menge gesellschaftlichen Sprengstoff: Der Autobesitz der Mittelschicht und erst recht für diejenigen darunter, ist mit dem Umstieg auf Elektroautos in Frage gestellt.

Gewiss, das Recht aufs Auto war noch in keiner Verfassung verankert.

Doch es gibt einen gesellschaftlichen Konsens, wonach es jedermann frei steht, sich ein Auto anzuschaffen und damit, wohin man will, herumzufahren.

Selbst wenn er oder sie es sich eigentlich gar nicht leisten kann.

In Übereinstimmung mit der sozialen Fortschrittsforderung der (linken) Politik „Autos für alle“ hat die Industrie Kleinwagen zu günstigen Preisen und niedrigen Margen produziert.

Damit ist es vorbei.

Weil Elektroautos in der Anschaffung teuer sind (und absehbar auch teuer bleiben werden) und eine heimische Ladestation erfordern, (sonst rechnet sich das nicht), wird der Autobesitz spätestens in den 2030er-Jahre dort enden, wo der mobile Aufbruch in den 50ern des letzten Jahrhunderts begann: Nur Wohlhabende werden sich ein Auto leisten können.

(Die Trickle-down-Strategie Deutschlands, E-Neuwagen mit vielen tausend Euros zu subventionieren, um den Occasionsmarkt für den Mittelstand anzukurbeln, ist an den immensen Kosten gescheitert.)

Ob die hart arbeitende Bevölkerung mit dieser Aussicht die Füsse stillhalten wird, ist zu bezweifeln.

Denn mit dem politisch, und daraus folgend, wirtschaftlich erzwungenen Verzicht auf die individuelle Mobilität, ist der Way of Life breiter Bevölkerungsschichten in Frage gestellt.

Wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Kategorie: Einsichten, Politik Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    1. Januar 2024 um 21:24

    aktuelle nachrichtenmeldung. 4000 neue ladestationen in der ch aufgestellt. bin froh weder auto noch e-bike fahren zu müssen. hab genug negatives gesehen. Vosselers unfall hat mich gestoppt/gerettet. an kreuzung felix-platter-spital vor ex-apotheke fussgänger mit auto zusammengestossen auf fussgänger streifen, furh wenige momente im bus vor, er blutender mund. auch an kreuzung hier. beide vortritt rechtsabbieger. welcher fussgänger schaut denn nach links bei grün? bei spital wurde ja auto/bus einfahrt geändert. Vosseler soll laut Zeugen an der austrasse den Lastwagen überholt rsp an ihm vorbeigefahren sein. Es muss erst weiteren Toten geben bis ganz entflochten wird.

  2. Phil bösiger meint

    30. Dezember 2023 um 19:18

    46% der Neuzulassungen in Basel-Stadt sind SUVs, also beileibe keine günstigen Kleinwagen (BZ 11.11.23). Fragen wir uns ehrlich – wer muss in Basel-Stadt die Gülle auf die Felder fahren oder einen Anhänger durch unwegsames Gelände ziehen?

    Wenn also SUVs bei Neuzulassungen zum Standard geworden sind, bewegen wir uns damit locker im Preissegment sogar für Elektrofahrzeuge der gehobenen Mittelklasse.

    Am dem positiven Ende der Vernunftsskala steht dagegen die sinkende Anzahl PKWs pro Einwohner in Basel-Stadt. So wenig wie nirgends sonst in unserem Land. Und dies ganz ohne Elektrozwang.

  3. angrymonk meint

    30. Dezember 2023 um 13:28

    Na ja, wenn ich mir die vielen teuren Autos der „normalen“ Leute auf unseren Strassen ansehe. Autos, die locker 50’000 Franken kosten… Leasing sei Dank!

Seitenspalte

Kommentare

  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Daniel Flury zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Alexander Müller zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Klaus Kirchmayr zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]
  • SnapseedGeschacher
    1. Oktober 2026
    Interessant an den Berner Debatten über die Bilateralen III und das Mercosur-Abkommen sind nicht […]
  • SnapseedDemokratie ist nichts für Nette
    30. September 2026
    Mit der Demokratie ist das so eine Sache. Sie ist manchmal ziemlich kompliziert, aber immer […]
  • IMG 2865 1079x720.jpgWer im Ständerat nichts zu sagen hat …
    29. September 2026
    Bild (c) SVP Ich verfolge die Ständeratsdebatte zu den Bilateralen III. Ich lese Meinungen vom […]
  • IMGUnd dann ist da noch Markus Eigenmann
    28. September 2026
    Wer die Ambitionen der FDP auf einen zweiten Regierungsratssitz im Keim ersticken will, reicht […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework