• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Bajour macht auf Journalismus und: Bahnerth hat seinerzeit alles gesagt

5. Dezember 2022 By Manfred Messmer

Der ziemlich linke Quartierdienst Bajour versucht sich in unabhängigem Journalismus.

Selbstverständlich ganz mutig, in dem in Kooperation mit dem Sonntagsblick(!) kurz vor Torschluss nach ein paar Haaren in der Herzog-Suppe gesucht wird.

Herausgekommen ist eine ziemlich wirre Geschichte um das Biozentrum, die Messe Schweiz, die BKB und die Eymanns.

Um nach viel anderem Blabla mit dem Fazit zum Enden: „Doch hängen blieb nichts.“

******

Sie erinnern sich an dieses  Bahnerth-Porträt von Eva Herzog?

Wenn nicht an dessen Wortlaut so zumindest an die lautstarke Empörung, die bis heute nachhallt, wenn die Begriffe „BaZ“ und „Herzog“ in einem Satz verwendet werden.

Eigentlich erstaunlich, denn der Beitrag erschien, halten Sie sich fest, im Dezember 2012.

Sie wollte nicht mit ihm reden, sie redet überhaupt nicht gerne mit Journalisten.

Mal abgesehen vom „Hüftschwung“ und einer Bettvermutung hat Bahnerth vor zehn Jahren einiges, was es zu Eva Herzog zu sagen gibt, in Stein gemeisselt.

Denn empört war die linke Szene, weil Bahnerth mit dem ganzen Rest direkt ins Schwarze getroffen hat:

Als Herzog 2005 auf dem politischen Olymp Basels angekommen war, hat sie gleich mal alle Kadermitarbeiter entlassen, die nicht auf ihrer Linie waren. Das war nicht nett, aber nützlich. Vielleicht ist das ihre wirkliche Stärke, sich umgeben mit den richtigen Leuten.

Und: Weil’s so und ähnlich immer mal wieder ohne Quelle zitiert wird, noch das:

Über ihre inzwischen siebenjährige Arbeit als Finanzdirektorin gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass sie die Finanzen eisern im Griff hat. Es ist eine solide, keine mutige oder gar visionäre Finanzpolitik. Aber auch eine, die keine Rücksicht nimmt auf die Claqueure unter den Genossen. Innerhalb der Sozis ist Eva eine Bürgerliche, der Pragmatismus im Zweifel näherliegt als Parteiparolen. Sie gilt als zielstrebig, fleissig, beratungsfähig, dossierfest, gewieft im Erreichen ihrer Ziele, manchmal als ermüdend, gelegentlich als rechthaberisch und kompromisslos.

Mit einem Ende von Mensch zu Mensch:

Ich würde Eva Herzog gerne fragen, ob sie glücklich ist. Und ich würde gerne wissen, was sie vermisst. Fragen, wie hart es ist, hart sein zu müssen. Und wann sie das letzte Mal getanzt hat.

Wer alles lesen möchte: Eva Herzog – Annäherung an eine Unnahbare (Bezahlschranke)

Kategorie: Politik Stichworte: Bundesrat

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Arlesheimreloadedfan meint

    5. Dezember 2022 um 18:24

    Herzlichen Dank, Manfred Mesmer.
    Dank Ihrem Hinweis las ich die beste Arbeit auf Bajour.
    Keine Ahnung warum man auf jegliche kritische Betrachtung, hysterisch reagieren muss.
    Würden mit Rösti und Baumschneider, nicht bloss 2 erstklassige Subventionvertreterinnen, sondern beides Lobbyisten des Freibergerpferds im Bundeshaus einziehen ,fände ich das SAULUSTIG.
    Fehler machen Alle. Wenn Frau Herzog die verdrängen muss statt dazu zu stehen,wird es in Bern nicht besser.

  2. Anonymus meint

    5. Dezember 2022 um 16:12

    Köstlich, Herr Messmer, köstlich und absolut treffend… vor allem der Bajour teil…

Seitenspalte

Kommentare

  • Hans Rudolf Rohr zu Der Dorfbach und das Deutungsmonopol
  • Miggel K. zu Der Dorfbach und das Deutungsmonopol
  • Manfred Messmer zu Der Dorfbach und das Deutungsmonopol
  • Klaus Kirchmayr zu Der Dorfbach und das Deutungsmonopol
  • unterbaselbieter zu Der Dorfbach und das Deutungsmonopol
  • Henry Berger zu Das Amt verwaltet

Letzte Beiträge

  • Mermaid diagramDer Dorfbach und das Deutungsmonopol
    4. September 2026
    Citoyens haben heute ganz andere Möglichkeiten der politischen Mitwirkung als noch vor zwei, drei […]
  • SnapseedDas Amt verwaltet
    3. September 2026
    Die Medien jubeln Isaac Reber im Chor hoch. Ich reibe mir die Augen: Reden sie vom selben […]
  • SnapseedWarten auf Toni
    2. September 2026
    Die Frist ist bereits verstrichen. An der letzten FDP-Parteiversammlung hatte Parteipräsident […]
  • SnapseedMein Gadget-CV
    1. September 2026
    We shape our tools and thereafter our tools shape us. John M. Culkin, 1967, Schüler von Marshall […]
  • IMGMoleskine III: Der Traum
    30. August 2026
    Eintrag vom 27. Juli 2012 Der Traum Der Plot: Ein Mann heiratet die Tochter aus vermögendem Haus. […]
  • SnapseedMoleskine II: …oder war’s der Granatapfel?
    29. August 2026
    Eintrag vom 10. Juli 2012 «Sein meint anerkannt sein.» (Top aktuell, Quelle vergessen) Was, wenn […]
  • SnapseedMoleskine I: Blick zurück
    28. August 2026
    Ich bin bei meinem Moleskine-Notizbuch auf der letzten Seite angelangt und habe mir ein neues […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework