• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Wachovsky sagt: Kommen Sie, gehen wir ein Bier trinken

11. August 2022 By Manfred Messmer

Treffe Wachovsky auf der Mittleren Rheinbrücke.

Wachovsky sagt: Ist das nicht ein Prachtsommer dieses Jahr?

Ein alter, weisser Mann halt, denke ich.

Wachovsky sagt: Kommen Sie, gehen wir ein Bier trinken.

******

Ich sage: Wachovsky, sind wir Alkoholiker, wenn wir schon um elf ein Bier trinken?

Nein, antwortet er, Rentner.

Rentner – welch glücklicher Lebensabschnitt, proste ich Wachovsky zu.

Mit bedingslosem Grundeinkommen – dem Traum der Jungen, sagt Wachovsky.

Prost.

******

Es scheint, unser Überleben ist eine Provokation, sage ich.

Eine Provokation – das waren wir doch schon immer, sagt Wachovsky. Früher waren die, die sich durch unser Dasein provoziert fühlten,  älter als wir. Heute sind sie jünger.

Wir sind die Sandwich-Generation, sage ich.

Die Club Sandwich-Generation, wenn schon, sagt Wachovsky.

******

 

Wachovsky sagt: Früher taumelten die Menschen kaum informiert von Krise zu Krise, von Krieg zu Krieg.

Heute tun sie das 24/7-auf-allen-Kanälen-zugedröhnt, suche den Unterschied, antworte ich.

Wachovsky sagt: Damals war dann Katastrophe, wenn sie eintraf. Heute ist sie, wenn man sie fühlt.

******

Die nächste gefühlte Katastrophe ist ja schon da, sage ich: Die Affenpocken.

Wachovsky sagt: Und noch immer kein Impfstoff in der Schweiz! Ich bin empört!

300 Fälle sind’s bis jetzt, sage ich.

Ja, das sind die Fakten, aber gefühlt ist es doch so, dass die Leute meinen, sie könnten sich morgen beim Einkauf in der Migros anstecken. Sagt Wachovsky.

Die aktuelle Katastrophenlage sieht also so aus: Die Schweiz trocknet aus, Ukraine-Krieg, Covid ohne Ende. Atomgefahr, Affenhitze und Affenpocken; die Inflation, fehlendes Servicepersonal in der Beiz, drohender Gasmangel und Stromknappheit im nächsten Winter.

Dazu noch das Schwing- und Älplerfest in Pratteln, der Zeitgeist, die Neutralität im Eimer und überhaupt die EU, sagt Wachovsky.

Und überhaupt: der Bundesrat, kommt mir noch in den Sinn.

Wir bestellen noch ein Bier. Und ein paar Oliven.

Von wegen leerem Magen und so.

******

Ich sage: Schauen seit ein paar Tage die dritte Staffel des Thrillers „The Killing“ (streamen auf ARTE). Packende Serie, empfehlenswert.

Das Sahnehäubchen: die Handlung spielt im kühl-nebligen dänischen Winter!

Die Kellnerin bringt das Bier.

Wachovsky nimmt einen ersten grossen Schluck, wischt sich mit dieser sehr männlichen Handrückengeste den Schaum vom Mund und sagt: So kühl wie dieses Bier?

So kühl wie dieses Bier.

Kategorie: Unterhaltung, Wachovsky Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. michael przewrocki meint

    13. August 2022 um 21:23

    verkappter bestseller-autor? und eine art politpsychiater oder muss man eher psychologe sagen?

Seitenspalte

Kommentare

  • Daniel Flury zu Serienuniversum
  • Baresi zu Serienuniversum
  • Franz zu Serienuniversum
  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans
  • Siro zu Der Plan eines Plans
  • Isaac Reber zu Der Plan eines Plans

Letzte Beiträge

  • Bildschirmfoto 2026 09 15 um 09.51.24Die Hypothek Lauber
    15. September 2026
    Der frühere Bankratspräsident der Basellandschaftlichen Kantonalbank, Thomas Schneider, hat der […]
  • ScreenshotSerienuniversum
    14. September 2026
    Nein, damit will ich mich gar nicht erst beschäftigen: mit dieser politischen Kakophonie auf allen […]
  • Riebli peterDie Beute
    11. September 2026
    Bei den nationalen Wahlen 2027 zeichnet sich im Baselbiet eine neue Normalität ab: Wer für den […]
  • SnapseedEin Hoch aufs Staatsversagen II
    10. September 2026
    Wenn wir gestern ein Hoch aufs Staatsversagen gesungen haben, kommen wir nicht umhin, die Leute zu […]
  • Kantonsspital Baselland Standort BruderholzEin Hoch aufs Staatsversagen
    9. September 2026
    In Liestal schaut jede Kommission durch ihre eigene Brille auf dasselbe Spital. Die […]
  • IMGDer Plan eines Plans
    8. September 2026
    Isaac Reber tritt ausgerechnet in jenem Moment ab, in dem sein grösstes Vermächtnisprojekt zur […]
  • ScreenshotRutschung.
    7. September 2026
    Die politische Verschiebung im Osten Deutschlands lässt sich an meinen Lesegewohnheiten ablesen. […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework