• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

#horizon-europe: Das Problem, in der Schweiz künftig eine Professur zu erreichen

31. Mai 2021 By Manfred Messmer

Ach kommt, es wird doch so sein, dass die EU die Schweiz als „unentbehrlich“ einstuft. Weshalb „wir“ weiterehin beim europäischen Forschungsprogramm Horizon-Europe dabei sein werden.

Sagen Leute, die im Nebelspalter-Orbit schlingernd ihre Kreise ziehen.

Sie setzen ihre Hoffung auf Berichte wie diesen: Germany backs ‘full participation‘ of Israel, Switzerland and UK in EU quantum and space projects

Und jubeln – wie üblich – über die vermeintliche Zertrittenheit der EU.

Nun ist es möglich, dass die Schweiz ETH an speziellen, für die EU wichtigen Forschungsprogrammen teilnehmen kann.

Doch es ist absehbar, dass nach dem lauten Türeknallen des Bundesrates die Schweiz ihren Status als eines der erfolgreichsten Länder bei den Förderwettbewerben, verlieren wird.

Was das für den Forschungsplatz Schweiz bedeutet, wird gerade sortiert.

Weil die im Nebelspalter-Orbit meinen, man könnte mit Geld in die eigene Forschung pumpen das Schlimmste – Ätsch – abwenden, möchte ich die Aufmerksamkeit auf einen nicht ganz unbedeutenden Kollateralschaden lenken: Auf die internationale wissenschaftliche Reputation des Forschungsnachwuchses in diesem Land.

Wer sich forschungsmässig reinkniet und eine Professur anstrebt, muss nicht nur wie bis anhin habilitieren und eine bestimmte Anzahl Forschungsarbeiten in internationalen Wissenschaftsmagazinen veröffentlichen, sondern neu auch eine bestimmte Anzahl von Zitierungen vorweisen.

Weil Zitierungen durch andere Wissenschaftler als Indikator für die Forschungsleistung gelten.

Je mehr zitieren, desto wichtiger der Beitrag, desto grösser die Reputation.

Schweizer Forscherinnen und Forscher hatten schon immer den auf der Hand liegenden Nachteil, dass Angelsachsen eher auf Arbeiten von Angelsachsen verweisen als auf Arbeiten von Schweizern.

Doch die Forscherinnen und Forschern der Horizon-Europe-Programme bilden inzwischen eine wichtige Referenzglocke, sodass der angelsächsischen Vormacht durchaus etwas entgegengehalten werden kann.

Wird die Schweiz hingegen von Horizon-Europe ausgeschlossen, kann das dazu führen, dass die für eine Professur in der Schweiz notwendige Zitatenquote nicht mehr erreicht wird.

Denn was bringt es einem Europäer in einem Horizon-Programm, in seiner Forschung eine Arbeit zu zitieren aus einem nun weit abgelegenen Forschungsland mitten in Europa?

Die Besten werden wohl abwandern, zumal es dank der Personenfreizügigkeit in Europa für Schweizer keine Grenzhürden gibt.

Kategorie: Politik Stichworte: EU, Rahmenabkommen

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Seitenspalte

Kommentare

  • Henry Berger zu Das Amt verwaltet
  • Hans Rudolf Rohr zu Mein Gadget-CV
  • Hans Rudol Rohr zu Mein Gadget-CV
  • unterbaselbieter zu Warten auf Toni
  • Manfred Messmer zu Mein Gadget-CV
  • Hans Rudolf Rohr zu Mein Gadget-CV

Letzte Beiträge

  • Mermaid diagramDer Dorfbach und das Deutungsmonopol
    4. September 2026
    Citoyens haben heute ganz andere Möglichkeiten der politischen Mitwirkung als noch vor zwei, drei […]
  • SnapseedDas Amt verwaltet
    3. September 2026
    Die Medien jubeln Isaac Reber im Chor hoch. Ich reibe mir die Augen: Reden sie vom selben […]
  • SnapseedWarten auf Toni
    2. September 2026
    Die Frist ist bereits verstrichen. An der letzten FDP-Parteiversammlung hatte Parteipräsident […]
  • SnapseedMein Gadget-CV
    1. September 2026
    We shape our tools and thereafter our tools shape us. John M. Culkin, 1967, Schüler von Marshall […]
  • IMGMoleskine III: Der Traum
    30. August 2026
    Eintrag vom 27. Juli 2012 Der Traum Der Plot: Ein Mann heiratet die Tochter aus vermögendem Haus. […]
  • SnapseedMoleskine II: …oder war’s der Granatapfel?
    29. August 2026
    Eintrag vom 10. Juli 2012 «Sein meint anerkannt sein.» (Top aktuell, Quelle vergessen) Was, wenn […]
  • SnapseedMoleskine I: Blick zurück
    28. August 2026
    Ich bin bei meinem Moleskine-Notizbuch auf der letzten Seite angelangt und habe mir ein neues […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework