• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Marcel Rohr: Der 15 Prozent-Mann der TX Group

29. Dezember 2020 By Manfred Messmer

Alle machen auf Jahresrückblick.

Ich auch.

Mit dem Zugeständnis, dass ich mich gewaltig geirrt habe.

Am 4. Januar mit folgendem Satz:

Meine Prognose fürs 2020: Er wird im Verlaufe des Jahres ausgewechselt.

Gemeint habe ich damit Marcel Rohr, den Chefredaktor beim Basler Ableger des Tagesanzeigers „Basler Zeitung“.

Welch grundsätzlicher Fehleinschätzung ich da im Januar aufgesessen bin, ist mir jedoch erst jetzt im Dezember klar geworden.

Wegen der Republik.

Das Online-Magazin hat eine mehrteilige Hintergrundrecherche, „Die Tamedia Papers“, zur TX Group veröffentlicht, die man lesen muss, will man die aktuelle Tristesse auf dem Schweizer Medienmarkt verstehen.

Man kann sich danach immer noch denken, was man will.

Ich bleibe dabei: Journalistisch markiert Rohr den Tiefpunkt aller Chefredaktoren der Basler Zeitung (und deren Vorgängerblätter).

Doch ihn zeichnet die entscheidende Qualität eines Chefredaktors der TX Group aus: Er zweifelt nicht an der 15-Prozent Renditevorgabe des Konzerns.

Im Teil  „Strahlende Zukunft“  der Recherche bin ich auf folgenden Abschnitt gestossen, der das Rätsel der Rohr’schen Chefredaktion auflöst:

Artur Vogel war von 2007 bis 2015 Chef­redaktor des Berner «Bunds»: «In der Öffentlichkeit erklärt Pietro Supino immer, er fühle sich dem Qualitäts­journalismus verbunden, aber mir gegenüber sprach er immer nur von Rendite – von den berühmten 15 Prozent. Ich habe keine Ahnung, warum es ausgerechnet 15 Prozent sein mussten und nicht 12 oder 18. Uns wurde finanziell die Luft abgeschnürt. Ich bin Journalist geworden, weil ich gerne schreibe, aber meine letzten Jahre [im Beruf] verbrachte ich damit, Geld zu sparen und Leute zu entlassen.»

Ich kenne Artur recht gut. Wir hatten vor Jahren auf einer Journalistenreise in Afrika ein paar vergnügliche Tage miteinander verbracht.

Er ist, im Gegensatz zu Rohr, ein politischer Vollblutjournalist. Und hat deshalb beim Bund das Handtuch geworfen.

Meine neue Voraussage fürs nächste Jahr: Marcel Rohr wird auch Ende Dezember 2021 noch Chefredaktor der Basler Zeitung sein.

Er ist der 15 Prozent-Mann der TX Group in Basel.

Mehr muss er nicht.

Kategorie: Medien Stichworte: Basler Zeitung

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    29. Dezember 2020 um 13:10

    Was ist eine Journalistenreise rsp wozu diente sie? Weiterbildung, Vergnügen?

    • M.M. meint

      29. Dezember 2020 um 13:34

      Man wird eingeladen, gratis rumzureisen, um anschliessend darüber zu schreiben, wie toll es war. Anlass war damals die Eröffnung des Direktflugs von British Airways von Zürich nach Harare (Simbabwe).

      Habe darüber hinaus ein halbes Jahr später noch einen längeren Beitrag fürs BaZ-Magazin über den Befreiungskampf in Südrodesien (Simbabwe).

      • Marc Baumgartner meint

        29. Dezember 2020 um 21:47

        Ah, „Influencer“ nennt man das heute…

        • Franz meint

          30. Dezember 2020 um 10:36

          Also so ca. 10% der Bevölkerung sind heute journalistisch unterwegs.

      • Michael Przewrocki meint

        31. Dezember 2020 um 3:46

        Rhodesien lang lang ists her. Smith hiess der langjährige weisse Präsident.
        Journalisten BR können die immer noch für Nichts(10%? oder warens 25%?) fliegen? Somit wären Pseudojournalisten Tür und Tor zu Schnäppchenflügen geöffnet.

Seitenspalte

Kommentare

  • Marc Schinzel zu Zwei Namen und kein Plan
  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan
  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • IMGErkältung. Grippe. Covid.
    15. Oktober 2026
    Andern Tags dachte ich: eine Erkältung, wie man sie sich auf einer mehrstündigen Fahrt in einem […]
  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework