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Frau Eymann und die Kommunikationstheorie

5. Oktober 2020 By Manfred Messmer

In der Kommunikationtheorie gilt, dass nicht der Absender einer Botschaft bestimmt, wie sie ankommt, sondern der Empfänger.

Weshalb es vorkommt, dass sich so eine Botschaft auch ins Gegenteil der Absenderintention verändern kann.

Die Aussagen „Ich bin sozusagen eine Feministin“ und „Ich lebe vor, was möglich ist„, öffnen den Spielraum für allerlei Fantasien.

Die Intention der Botschaft wird auch durch Meinungsmultiplikatoren verändert, von Opponenten und Gleichgesinnten.

Oder indem die Botschaft in ein anderes Umfeld gestellt wird und damit eine zustätzliche oder gar andere Bedeutung bekommt,.

Weil arlesheimreloaded eingschlägig vorbelastet ist, gilt für diesen Post die Marshall McLuhan-Regel: Das Medium ist die Botschaft.

Das erste Bild wurde von mir zugeschnitten, also so veröffentlicht, wie es ursprünglich gedacht war: als aktuelle Fortschreibung der Wahlkampfbotschaften der Kandidatin.

Wird die Botschaft weiterverbreitet, wird sie mit zusätzlichen Informationen angereichert und verändert damit die ursprüngliche Aussage.

„Seit Jahren schreit die Linke“ hat, nichts mit der usprünglichen Botschaft zu tun.  Und „Die Bürgerlichen hätten keine Frauen“ wird wohl niemand ernsthaft behaupten wollen. Der Zusatz „in ihren Lagern“ ist eher dem etwas unbeholfenen Gebrauch der Schriftsprache geschuldet.

Korrekt wäre: „in ihrem Lager“.

Wie auch immer, diese Interpretation der Eymannschen Aussagen ist zumindest amüsant.

Dass die Frau des Onkels von Frau Eymann die LDP-Botschaft weiterverbreitet, gibt dem Kommentar einen zusätzlichen Deutungskick.

Die Intention der ursprünglichen Botschaft „Seht her, ich stehe meine Frau“ kann durch andere visuelle Botschaften konterkariert werden.

Ungewollt.

Was zu meinem Schluss führt: Die Behauptung „Ich lebe vor, was möglich ist“, muss mit dem Personalpronomen „mir“ ergänzt werden.

Denn „Ich lebe vor, was mir möglich ist“ ist die Grundaussage jedes Social Media-Accounts.

Kategorie: Politik Stichworte: WahlenBS20

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    5. Oktober 2020 um 23:33

    Der Farbstich scheint dem Anklickbefehl geschuldet. Botschaft angeklickt und Screenshot?
    Niemand wird abgewählt. Die aktuellen sollen mit ihren angefangenen Arbeiten weiterfahren.

  2. Nymo Anus meint

    5. Oktober 2020 um 15:31

    Ich finde es empörend, dass die Basler Bürgerlichen offenbar Lager betreiben. Sind das Internierungslager? Oder Ferienlager?

    • Arlesheimreloadedfan meint

      5. Oktober 2020 um 18:42

      Hauptsache es gibt in diesen „Lagern“ keine Frauen.

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Kommentare

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