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Klimawandel: Es gibt nur weitermachen wie bisher!

26. Juni 2020 By Manfred Messmer

Unser Problem ist, dass wir, anders als die vielen Generationen zuvor, in einer völlig vernetzten Welt leben.

Was bedeutet, Veränderungen herbeizuführen, ist ungemein schwierig.

Die Welt im Anthropozän ist ein Mikadospiel: Nimmt man das eine Stäbchen raus aus dem Haufen, wackelt das andere, das man nicht im Auge hatte.

In den letzten Monaten hat die nördliche Halbkugel gezeigt, dass ein abrupter Richtungswechsel – nicht mehr fliegen, Konsum aufs Notwendige einschränken, das Auto in der Garage stehen lassen, von zu Hause aus arbeiten – tatsächlich machbar ist.

Doch was mit dem grössten Feldversuch aller Zeiten in Sachen Konsumverzicht auch bewiesen wurde: eine abrupte Kehrtwende ist auf Dauer nicht durchzuhalten.

Zwar sagen jetzt viele, wir werden dies oder das weniger tun. Doch die Realität wird auch in der neuen Zeitrechnung „After Corona“ (AC) eine ähnliche sein wie BC.

Wer also behauptet, mit dem Flugzeug fremde Länder zu besuchen, sei schlecht, bringt den Mikadohaufen zum Wackeln: Bei uns gehen zehntausende Arbeitsplätze verloren und in Afrika können die Naturschutzparks nicht mehr finanziert werden.

Was sollen wir also tun, mitten drin im Klimawandel, schwankend zwischen CO2 und Wanderlust?

Weitermachen wie bisher!

Nicht die abrupte Kehre bringt die Wende (QED), sondern vorwärtsgehen Schritt für Schritt.

Wer meint, das sei zu langsam, ist jung und deshalb altersbedingt ungeduldig.

Was schon okay ist.

Wir etwas Älteren hingegen blicken zurück auf die letzten Jahrzehnte und stellen mit Freude fest, dass das Leben in unseren Breitengraden dank Milliardeninvestitionen in den Umweltschutz, dank technischer Innovationen und, ja auch das: geändertem Verhalten, bedeutend lebenswerter geworden ist.

In allen Bereichen.

Kategorie: Einsichten, Klimawandel Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    30. Juni 2020 um 10:03

    Aber vom Bruderholz in Farbe zeigt sich auch beim zweiten Bau eine Allerschönste Reflexion. Hat gestern gerade noch im allerletzten Moment gereicht. Wo kann man das raufladen um link hier zu zeigen?

  2. Rampass meint

    29. Juni 2020 um 9:15

    Zum letzten Abschnitt: Ingenieure verbessern die Welt, nicht Ideologen. Grösstenteils war der alte weisse Mann am Fortschritt beteiligt. Auch wenn das einigen Leuten nicht passt.

  3. Arlesheimreloadedfan meint

    27. Juni 2020 um 13:55

    Es ist schlicht ausgeschlossen,dass es so weitergeht,wie bisher.
    Das Virus war ja bloss der Trigger,der vielfache Anomalien sichtbar machte.

  4. Paul Menz meint

    26. Juni 2020 um 16:10

    Fast hätte ich es vergessen: Ein sehr gutes sw-Bild!

  5. Paul Menz meint

    26. Juni 2020 um 16:07

    Sehr bedenkenswerte Gedanken.
    Gefällt mir !

    Herzliche Grüsse pm

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Kommentare

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