• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Was macht ER?

4. April 2019 By Manfred Messmer

Macht-Paradoxon: Sympathie macht mächtig – Macht aber macht unsympathisch.

Es gibt Situationen im Leben, da sieht es danach aus, als ob alles, was man jetzt entscheiden wird, falsch sei.

Das gilt auch für die Politik.

Zum Beispiel für die FDP, die nächsten Mittwoch ihre Nationalratsliste zusammenstellen will und es niemanden interessiert, wer denn neben der bisher-Schneeberger sonst noch auf der Liste sein wird.

Die einzige Frage, die derzeit interessiert: Wird ER drauf sein? Was ziemlich blöd ist für die FDP.

Die einfachste Lösung wäre, ER wäre drauf und doch nicht. Was jedoch nur für eine Diskussion über ein, zugegeben, interessantes politisches Paradoxon taugte.

Man könnte IHN einfach auf die Liste setzen, ohne dass ER von der Versammlung gewählt werden muss. So dass niemand ausser IHM Stellung beziehen muss.

Das geht mit der Bestätigung einer 7er-Liste per kräftigem Applaus.

Der FDP wird man Angst vor der Kammer vorwerfen.

Man könnte auch wählen lassen. Mit dem Ausgang, dass ER entweder drauf ist oder nicht. Mit welchem Ergebnis das eine oder andere eintritt: es kann von jedem und jeder nach Belieben ausgeschlachtet werden.

Und der Partei drohte die Spaltung.

Was jetzt?

Um zur am wenig schlechtesten Lösung zu kommen, muss eine Grenze zwischen IHM und er Partei, d.h., der Delegiertenversammlung, der Parteispitze und der Findungskommission gezogen werden.

Sie überlassen den Entscheid alleine IHM.

Dass heisst, nicht die Parteigremien müssen entscheiden, ob ER auf die Liste kommt, sondern ER muss entscheiden, ob er in den Nationalratswahlkampf steigen will oder nicht.

Sollte ER sich – ohne Rücksicht auf persönliche Verluste – für den Nationalratswahlkampf entscheiden, warum sollte IHM die Partei diesen Gang zur öffentlichen Hinrichtung verweigern?

So what.

Da muss die FDP jetzt einfach durch. In der Gewissheit, dass sich spätestens im Oktober die Sache definitiv erledigt hat.

Allerdings halte ich es für die wahrscheinlichste Variante, das ER die paar Tage nach der (erneuten) Niederlage zur Selbstreflexion nutzt.

Und einsieht, dass die politische Karte zu spielen IHM ganz persönlich mehr Schaden als Nutzen bringt.

Weil er sich nicht nochmals als Verlierer vom Acker schleichen kann.

Kategorie: Politik Stichworte: #wahlenCH19

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Meury Christoph meint

    4. April 2019 um 13:28

    Wenn es offensichtlich völlig irrelevant ist, wer mit welchen politischen Ambitionen und losgelöst von einer politischen Agenda nach Bern entsorgt, respektive befördert wird, kann man’s ja auch lassen. Oder man könnte den Job versteigern und dem Meistbietenden abgeben. Das zumindest würde der Parteikasse einen Zustupf sichern und wäre vielleicht die ehrlichste Lösung. Marktwirtschaftlich in jedem Fall eine saubere Sache. Ein Submissionsverfahren wäre das entsprechende Handlungstool. PS.: Submissionsverfahren «Ein Verfahren der Preisgestaltung, bei dem die Anbieter ein Angebot zur Lieferung eines bestimmten Produkts gemäß bestimmter Spezifikationen vorlegen können. Das Angebot beinhaltet den Preis und weitere Lieferbedingungen«.

Seitenspalte

Kommentare

  • Christoph Gass zu Die Zehntelei
  • Marc Schinzel zu Zwei Namen und kein Plan
  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan

Letzte Beiträge

  • SnapseedDie Zehntelei
    16. Oktober 2026
    Es ist Abstimmungszeit, und wieder einmal geht die Welt unter. Dieses Mal entbrennt der […]
  • IMGErkältung. Grippe. Covid.
    15. Oktober 2026
    Andern Tags dachte ich: eine Erkältung, wie man sie sich auf einer mehrstündigen Fahrt in einem […]
  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework