• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Eymanns starker Abgang, ähem

7. Februar 2017 By Manfred Messmer

In England ist es ja so, dass den gekrönten Häuptern nach ihrem Ableben Denkmäler errichtet werden.

Herr Eymann hat zu seinem Abschied seinen Computer bedient (es geht das Gerücht um, er habe ein ziemlich gestörtes Verhältnis zum heutzutage unentbehrlichen Hilfsgerät), doch sei’s drum – er hat in der BaZ einen Abschiedsbrief an die Baselbieter geschrieben.

Quasi sich selbst ein Denkmal gesetzt.

Grundsätzlich kann man festhalten, dass Herr Eymann einiges besser redet als er schreibt.

Beim Reden ist es bekanntlich so, dass man nach dem dritten Satz nicht mehr weiss, wie der erste gelautet hat.

Aber wenn was Schriftliches vorliegt, dann kann man den ersten Satz nochmals lesen. Und feststellen: Da steht über weite Strecken nichts als ziemlicher Quatsch.

Zum Beispiel die Stelle, wo Herr Eymann die Uni Basel mit Cambridge und Oxford vergleicht:

Da blicke man einfach nach Oxford oder Cambridge: Wo halb so grosse Gemeinwesen die doppelten Zahlen stemmen.

Die 150’000-Einwohner Oxfords zahlen doppelt so viel an ihre Uni wie die beiden Basel? Mit Verlaub, hat er derart wenig Ahnung, wie das in anderen Unis läuft?

Aber es ist trotzdem ein gutes Beispiel.

Wie zum Beispiel Oxford ausländische Studierende (41%) schröpft: Mit rund 20’000 Franken Gebühren (Grundgebühr + Collegefee) pro Jahr – ohne weitere Studienauslagen.

Zum Zweiten – Oxford und die anderen britischen Universitäten profitieren anders als Basel vom Geldsegen der EU. 2013 wurden 1,3 Milliarden Euro auf die Insel überwiesen.

Oxford erhält jährlich weitere 66 Mio. £ von der EU als Direktzahlungen an Forschungsprojekte .

Und schliesslich drittens: Oxford, Cambridge und all die anderen Universitäten sind nicht lokale sondern nationale Institutionen und werden deshalb von London finanziert.

(In Oxford haben sie nicht mal genügend Geld, um die vielen Obdachlosen zumindest im Winter von der Strasse zu bringen.)

Aber hey, was soll’s.

Wenn man abtritt, spielt es auch keine Rolle, wenn einem die vermeintlich beste Idee erst beim Lichterlöschen in den Sinn kommt: Die Uni solle doch mal selbst darlegen, wie sie das viele Geld zu welchem Nutzen ausgibt.

Die Frage hätte er schon vor fünf Jahren stellen können. Ganz direkt und nicht in einem seitenlangen Lamento in der BaZ.

Morgen befasse ich mich dazu passend mit dem Politbetrieb im Stadtkanton. Dort legen sie sich morgen wieder für vier Jahre in die Riemen.

Konklusion aus 3’376 Zeichen:

Bleibt die Basler Politgemeinschaft beim Kleingewurstel oder erkennt sie die wesentlichen Fragen der Zeit?

Kategorie: London

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Seitenspalte

Kommentare

  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Daniel Flury zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Alexander Müller zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Klaus Kirchmayr zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]
  • SnapseedGeschacher
    1. Oktober 2026
    Interessant an den Berner Debatten über die Bilateralen III und das Mercosur-Abkommen sind nicht […]
  • SnapseedDemokratie ist nichts für Nette
    30. September 2026
    Mit der Demokratie ist das so eine Sache. Sie ist manchmal ziemlich kompliziert, aber immer […]
  • IMG 2865 1079x720.jpgWer im Ständerat nichts zu sagen hat …
    29. September 2026
    Bild (c) SVP Ich verfolge die Ständeratsdebatte zu den Bilateralen III. Ich lese Meinungen vom […]
  • IMGUnd dann ist da noch Markus Eigenmann
    28. September 2026
    Wer die Ambitionen der FDP auf einen zweiten Regierungsratssitz im Keim ersticken will, reicht […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework