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Es ist mir peinlich, Bürger und Einwohner dieses Kantons zu sein

9. Juni 2016 By Manfred Messmer

170px-Sollberger-SandraIch weiss nicht, wie gut die Dame Golf spielt.

Dem Vernehmen nach ganz ordentlich.

Dass sie überhaupt Golf spielt, sagt jedoch alles über den aktuellen Stellenwert des einst elitären Golfspiels aus.

Völlig stimmig ist deshalb, dass Nationalrätin Sollberger aus Bubendorf/Baselland in der ganzen Schweiz den Handschlag an Schulen zum Obligatorium erklären will.

„Unterstützt von der Parteispitze fordert nun die Baselbieter Nationalrätin Sandra Sollberger per Motion die rechtliche Durchsetzung des Handschlags an Schweizer Schulen. Der Bundesrat solle die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen dazu schaffen.“

Das ist, wir müssen es konsterniert zur Kenntnis nehmen, das politische Niveau, das das Baselbieter Politbiotop hervorbringt.

Ich habe den Satz noch nie gebraucht. Deshalb hier die Premiere: Es ist mir peinlich, Bürger und Einwohner dieses Kantons zu sein.

Kategorie: Politik Stichworte: Unterhaltung

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. U. Haller meint

    9. Juni 2016 um 23:15

    Diese Frau aus der Gotteskrieger-Fraktion gehört übrigens in dieselbe Ecke…..

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/12897772

  2. Heiner Schäublin meint

    9. Juni 2016 um 19:39

    Alte Trainerhose auf dem Kopf, gewinnendes Lächeln: So steht sie jeden Morgen auf der Baustelle und begrüsst den gut integrierten «Ali», «Zvezdan» und die Lernende «Ruzicka» mit ihrem festen, schweizerischen Händedruck, bevor sie die Farbkübel zuteilt. So wird in Bubendorf «Produktivität» gemacht. Mir kommt da immer der alte Spross in den Sinn (aber das war natürlich ein anderes Zeitalter). Übrigens gibt es da in Schottland ein kleines Eiland, das heisst «Peinlich». Das wird dann wohl ihr Alterssitz.

  3. Blacky meint

    9. Juni 2016 um 17:46

    Man kann auch auswandern — wobei, diese Partei ist auch schon da…

  4. Henry Berger meint

    9. Juni 2016 um 16:17

    Oh das hier muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

    O-Ton Frau Sollberger:

    „Mir sind nicht einzelne Bereiche besonders wichtig. Entscheidend ist das unternehmerische Denken, dass ich in jedes Geschäft einbringe. Aus diesem Grund mache ich zum Beispiel nie Vorstösse, die vor allem den Zweck haben, für Wirbel in den Medien zu sorgen. Das vergrössert nur den administrativen Aufwand in der Verwaltung. Ein Vorstoss auf Bundesebene kostet 6500 Franken.“

    Hier zum Nachlesen:
    http://www.sollberger-maler.ch/wp-content/uploads/2016/04/Sandra-applica-3-2016-SMGV.pdf

    Sagenhaft………..

  5. Renato Salvi meint

    9. Juni 2016 um 16:14

    Aber sie hat wenigstens ’ne tolle Frisur…

  6. Werner Spinnler meint

    9. Juni 2016 um 15:18

    Seit sie in Bern sitzt, nimmt sie an jeder Hundsverlochete teil und kommentiert und beurteilt Gott und die Welt.
    Sie übertrifft nur noch die Aargauer Vereterin S.F.

  7. Sissachr meint

    9. Juni 2016 um 14:10

    Und wissen Sie, was mir auch peinlich ist? Dass all unsere Politgrössen immer mit diesem patriotischen Baselbieterstäbli am Revers rumlaufen. Wenn die Amis immer ihr Banner am Kittel tragen wollen, bitteschön, ansonsten ist dieser Emblemfetischismus ähnlich peinlich wie Kravatten mit Tierlein drauf.

    • Henry Berger meint

      9. Juni 2016 um 15:44

      @ Sissachr: Sie sprechen mir aus dem Herzen!

  8. Sissachr meint

    9. Juni 2016 um 13:46

    Wie viele Bundesordner an Vorschriften und Gesetzen erarbeitet die Bundesverwaltung jährlich? Und welche Partei prangert das immer an? So von wegen Bürokratiemonster.

    • Henry Berger meint

      9. Juni 2016 um 15:50

      …genau, den vor ihrem Vorschlag für einen Handschlag-Ukas hat die Dame folgende Motion unterschrieben:

      „Entwurf für ein Bundesgesetz über die Reduktion der Regelungsdichte und den Abbau der administrativen Belastung für Unternehmen“

      Aber für die besondere Behandlung von Ausländerinnen darf es gerne die eine oder andere gesetzliche Vorschrift mehr sein, z.B. gegen Minarette, gegen Burkas, gegen das Verweigern des Händligebens, gegen Masseneinwanderung etc. etc.

  9. R.Rosenberg meint

    9. Juni 2016 um 13:25

    Halbkanton heisst „halb Kanton-halb Irrenanstalt“ oder dank Seife Schaum vor dem Mund?

  10. U. Haller meint

    9. Juni 2016 um 11:54

    Kann das nur unterstützen.

    Und noch ein Schulerlebnis aus dem Domdorf: Bei Lehrer T. gab’s keinen Handschlag. Dafür einen Schlag auf die Hand. Mit einem Lineal, einem metallenen. Oder einen »sachten« Zug am Ohr. Man sieht es heute noch, wo dieses einst genäht werden musste.

    Ich kann auf beides verzichten, auf den Handschlag wie auch auf den Schlag auf die Hand. Und übrigens auch auf die Frau Sollberger.

  11. D.Boerne meint

    9. Juni 2016 um 10:39

    Wann hatten wir eigentlich die letzte gute Nachricht aus dem Kanton…

  12. liberopoulos meint

    9. Juni 2016 um 9:49

    Bitte aber das Händewaschen mit warmen Wasser und Seife! im Schulzimmer Brünneli vor dem Händeschütteln gleich mit obligatorisch erklären, wegen den Viren 🙂 Dann haben wenigsten noch Sanitäre und Seifenproduzenten auch noch was von der Regelung.

  13. Meury Christoph meint

    9. Juni 2016 um 9:16

    Man wiederholt sich ungern, aber diese Partei und ihr Personal ist absolut unfähig und nur noch peinlich.

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