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Hitzige Diskussion wegen Botty-Schliessung

14. April 2015 By Manfred Messmer

  Heute beim Metzger gleich hinter dem Marktplatz. Pata Negra-Kotletts gekauft.  Best in town.

Weiss nicht mehr, wie wir draufgekommen sind. Auf alle Fälle gerieten wir in eine hitzige Diskussion wegen der Botty-Schliessung.

Die Forderung der Innenstadt-Läden – der Mann vertrat keine Einzelmeinung:

  1. Sofortige Stilllegung des 8ers
  2. Importbeschränkungen für Private.
  3. Unterstützung der Politik (weiss auch nicht für was)
  4. Schluss mit den Baustellen.
  5. Keine OECD-Veranstaltungen mehr in Basel

Mein morgiger Kommentar in der BaZ wird ihm und den anderen Gewerblern gar nicht passen. 

Ich sehe die Entwicklung tendenziell positiv. Allerdings müssen das Gewerbe und die Grossverteiler in Sachen Kundenservice radikal umdenken. 

Wer erfolgreich bleiben möchte, muss mehr bieten als das Mittelaltermarktmodell, das derzeit noch immer gilt.

Silicon Valley verschont niemanden, schon gar nicht das Basler Gewerbe.

Kategorie: Wirtschaft Stichworte: Wirtschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Maurus Ebneter meint

    14. April 2015 um 18:56

    Wenn ein Unternehmen aufgibt, sind die Gründe meist vielfältig. Bestimmt trifft auch das zu, was unser Blogger hier meint. Es ist aber offensichtlich, dass die Rahmenbedingungen in Basel und der Schweiz nicht mehr stimmen. So ist beispielsweise die Verkehrspolitik eine Riesenkatastrophe.

    Aufhorchen liess mich folgende Aussage in der BaZ: „Vertreiber können ihre Ware nicht direkt bei den Fabriken kaufen, sondern müssen sie bei Vertretern bestellen, die für die Schweizer rund 20 Prozent draufschlagen.“ Soweit diese Preisdifferenzierung kartellistisch zementiert wird, sollte sie unterbunden werden.

    Solange Schweizer Schuhhändler ihre Ware einen Fünftel teurer beschaffen müssen als ihre direkten Konkurrenten jenseits der Grenze, sind sie in der Ausübung des Wettbewerbs behindert. Nach Einschätzung der Wettbewerbskommission dürfte kein Schuhhersteller marktbeherrschend sein. Deshalb wird die Weko nichts gegen die oben erwähnte Praxis unternehmen, solange das Kartellgesetz nicht präzisiert wird.

    Natürlich kann man sich fragen, ob Schuhgeschäfte in der zunehmend digitalisierten Welt noch eine Zukunft haben. Den Strukturwandel kann man nicht aufhalten, jedoch für einen fairen Wettbewerb mit gleich langen Spiessen sorgen. Nicht zuletzt wegen des Internets und der damit verbundenen Preistransparenz haben „Schweiz-Zuschläge“ zunehmend gravierende Folgen. Auch wer vom Strukturwandel betroffen ist, darf daher zu Recht erwarten, dass die Gesetzgebung ihn vor Wettbewerbsbehinderungen schützt.

    • M.M. meint

      14. April 2015 um 21:56

      Da kann ich Ihnen in keinem Punkt widersprechen.

  2. Städter meint

    14. April 2015 um 18:35

    Das wird jetzt auch nicht gerade alle freuen: Beim Kalbacher (Metzgerei) finde ich den Berliner Filialleiter Spitze. Das nennt sich Kunden orientierter Service dort. Einfach nach dem aktuellen Produkt fragen dass er gerade, nur für diese Filiale, produziert hat. Ich wurde noch nie enttäuscht, obs Wildsaufrikadellen waren oder Lammwürste vom Feinsten. Da zieh ich den Hut. Auch wenns für deutsche Verhältnisse Mittelstands-Plus Produkte sind – für uns Schweizer eh günstig.

  3. lha meint

    14. April 2015 um 18:04

    Oh, danke für den Tipp. Wusste nicht, dass der Metzger am Marktplatz Pata Negra Kottlets hat. Best in town ist ein gutes Verkaufsargument.

  4. Der Druide meint

    14. April 2015 um 17:52

    Genau! Und Pata Negra-Kotletts bestellt man ja schliesslich auch online.

  5. Marc Schinzel meint

    14. April 2015 um 17:47

    Und wie steht es mit der Basler Regierung? Entspricht der Bewilligungs-Bürokratie-Innenstadt-Verkehrsregime-Tattoo-Papierkrieg-Anti-Plastiktischchenstrassenbeizen-Reglementierungs-Wust und Frust dem „state of the art“ des Silicon Valley?

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