• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Baselbieter streichen Staatsgarantie für Pensionskasse – weil sie der Bund vorschreibt

19. August 2013 By Manfred Messmer

Ja- PlakateIm Prinzip ist die Sache relativ einfach.

Wir, die Steuerzahler, finanzieren den Baselbieter Beamten (plus Gemeindeangestellten und Weiteren) für die nächsten 40 Jahre die Unterdeckung ihrer Pensionskasse.

Darüber stimmen wir am 22. September ab, (beziehungsweise ihr, ich bin nicht da).

Nun könnte es jedoch passieren, dass ein Börsencrash, eine falsche Anlagepolitik und dazu noch die demografische Entwicklung die Baselbieter Pensionskasse erneut in eine Schieflage bringen kann.

Für solche Fälle brauchen Pensionskassen Wertschwankungsreserven.

Der Kanton müsste also über die Sanierung der Pensionskasse hinaus weitere Mittel bereitstellen. Weil die Baselbieter die bisherige Staatsgarantie aus der kantonalen Gesetzgebung streichen.

Herr Ballmer sagt: Wir haben ein Rechtsgutachten, wonach beides geht: keine Staatsgarantie und auch keine Wertschwankungsreserven.

Doch was sich Herr Ballmer von einem juristischen Gutachter bestägen liess, ist irrelavant.

Es gilt das Gesetz.

Die zuständige Aufsichtsbehörde schreibt in einer E-Mail* auf Nachfrage:

Auf der Basis der aktuell gültigen Gesetze und Weisungen ist unsere Annahme, dass es für den Entfall der Staatsgarantie eine Wertschwankungsreserve braucht, korrekt.

Und:

Das zitierte Rechtsgutachten gibt nur eine Meinung wieder und ist nicht aktuelle Gesetzgebung.

Ballmers Nachfolger, Herr Lauber hat sich aufgrund dieser Auskunft letzte Woche in einer Sondersitzung von seinen Chefbeamten eingehend erklären lassen, was denn nun gelte.

Der schlaue Fuchs hat als einer der wenigen kapiert, was tatsächlich Sache ist.

Die bisherige Staatsgarantie kann in der kantonalen Gesetzgebung gestrichen werden, weil eine solche seit neuestem gar nicht mehr kantonal geregelt werden kann.

Neu gilt nämlich Bundesgesetz und das besagt: Entweder es besteht eine Wertschwankungsreserve (im Fall von Baselland wären das 1.3 Milliarden Franken) oder es gilt eine Staatsgarantie.

Ergo, so das Fazit dieser Sitzung, setzt Herr Lauber  auf die vom Bund vorgeschriebene Staatsgarantie.

Seine Devise: Das kostet (vorerst) nichts und dann schauen wir mal.

So gesehen ist die Behauptung, Baselland brauche keine Wertschwankungsreserven, völlig korrekt.

Weil wir alle auch nach der 2.2 Mia.-Sanierung auf alle Ewigkeit und kollektiv für die Pensionskasse der Staatsangestellen haften.

*Die Medien haben wie ich letzte Woche eine Medieninformation des Nein-Komitees mit der Stellungnahme der unabhängigen Oberaufsichtskommission OAK BV erhalten. Vielleicht ist das denen zu kompliziert, um darüber zu berichten.

Kategorie: Politik Stichworte: Basel-Landschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Seitenspalte

Kommentare

  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan
  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
  • Manfred Messmer zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]
  • IMGDas aussenpolitische Mütchen
    2. Oktober 2026
    Wie willkürlich Donald Trump mit Ländern umspringt, die ihm gerade nicht ins innenpolitische […]
  • SnapseedGeschacher
    1. Oktober 2026
    Interessant an den Berner Debatten über die Bilateralen III und das Mercosur-Abkommen sind nicht […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework