• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Wüthrich-Brief an Lehrer hat Konsequenzen für staatsnahe Aktiengesellschaften

2. Mai 2013 By Manfred Messmer

Der Brief von Herrn Wüthrich an seine Lehrer zur Pensionskassenproblematik könnte noch eine ziemlich weitreichende rechtliche Folgen für staatsnahe Aktiengesellschaften haben:

Die Eckwerte des Reformvorhabens sind somit bekannt.

Aufgrund dieses einen Satzes müssen die Hardwasser AG, Volksbad Gitterli AG, die BLT AG und andere eine dringliche Verwaltungsratssitzung einberufen. Der Wüthrich-Satz besagt verbindlich, dass die Verwaltungsräte der staatsnahen Aktiengesellschaften nun eine sichere Grundlage für die weiteren Schritte in Sachen BLPK-Sanierung haben.

Das einzige Traktandum der VR-Sitzungen: Es muss  geprüft werden, ob eine Überschuldung vorliegt (gemäss Artikel 725 OR).

Beispielsweise die Hardwasser AG, die gemäss ihrem eigenen Jahresbericht, eine Schuld gegenüber der BLPK von 5’275’000 Franken ausweist, für die lediglich eine Rückstellung von 600’000 Franken vorgenommen wurde. Was bedeutet, dass sich das Eigenkapital der Hardwasser AG aufgrund des verbindlichen Wüthrich-Satzes um 4’675’000 Franken verringert. Was zur Folge hat, dass nur noch ein Eigenkapital 1’215’000 übrig wäre.

Damit ist mehr als Hälfte des Aktienkapitals weg.

Und das ist lediglich der gesicherte Wissensstand. Es könnte aber auch sein, dass aufgrund der neuesten Änderungen und aufgrund von unerwarteten Frühpensionierungen das Eigenkapital bereits schon weiter geschrumpft ist.

Das begründet die Besorgnis aufmerksamer Politbeobachter, dass bei der Hardwasser AG eine Überschuldung vorliegt. Dann gilt: Zeigt die letzte Jahresbilanz, dass die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist, so beruft der Verwaltungsrat unverzüglich eine Generalversammlung ein und beantragt ihr Sanierungsmassnahmen.)

Kategorie: Politik Stichworte: Basel-Landschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. angrymonk meint

    3. Mai 2013 um 10:38

    Auch die Personalkommission des Landrats hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt: „Allerdings gibt es unter den weiteren angeschlossenen Organisationen solche, die nicht sonderlich gut dastehen.“

    Die Finanzkommission kommt darauf zu folgendem Schluss: „Im Weiteren hat sie [die Finanzkommission] zur Kenntnis genommen, dass der Regierungsrat sämtliche Fragen, welche sich um allfällige Garantieerklärungen des Kantons zugunsten angeschlossener Arbeitgeber drehen, im Rahmen einer separaten Vorlage abhandeln wird. In dieser Vorlage, welche dem Landrat voraussichtlich noch im 1. Semester 2013 unterbreitet werden wird, soll geregelt werden, für welche angeschlossenen Arbeitgeber, in welcher Form und in welchem Umfang der Kanton eine Garantieerklärung abgeben kann und soll.

    Fazit: Die gravierenden Probleme der weiteren angeschlossenen Organisationen wurden erkannt und eine Garantieerklärung des Kantons in Aussicht gestellt.

    „L’avenir les inquiète peu: après eux le déluge.“

    • h.s. meint

      3. Mai 2013 um 14:58

      Dear Angry Monk,
      Die wichtige Frage ist doch wann hat man dieses Problem erkannt. Die Tatsache, dass diese Garantievorlage nicht gleich in die Debatte mitgenommen wird so dass jeder weiss wo er steht, weisst darauf hin, dass dies erst sehr spät erkannt ist.
      Zudem kann mann bei die Aktiengesellschaften nicht mit eine Garantie eine überschuldung aufheben. Die Aktiengesellschaft müsste dann die Garantie einfordern.
      Bei die Garantiestellung geht es wohl eher um die reformierte Kirchgemeinden, Burgergemeinden und andere öffentlichrechtliche Organisationen.
      Wie aber umgegangen werden soll mit Vereinen (z.B. Spitex) oder Stiftungen (z.B. Altersheime) ist nochmals eine andere rechtliche Frage. Dazu ist noch die Problematik der Marktverzerrung durch zusätzliche Subventionierung von privatrechtlich organisierte Unternehmen nicht berücksichtigt.

      Und sind wir ehrlich. Sogar wenn der Vorlage noch kommt, gibt es eine Vernehmlassung, eine zweite Vorlage, Kommisionsbehandlung, 2 Lesungen und ein Referendumsmöglichkeit. Spätestens am 31.12.2013 können aber die Aktiengesellschaften keine Ausrede mehr bringen. Ob das reicht?

      Es sieht alles dar nach aus, das hier schnell etwas durchgewunken werden soll. Die Schwankungsreserve ist zum Beispiel noch immer zu gering und zudem im Bestand unsicher. Ob die notwendige Prüfung diese Schwankungsreserve diese als genügend bezeichnet, darf bezweifelt werden.

      Auch die Abänderung der Defizitbremse sieht nach ein Schnellschuss aus. Wie eine Eventualverpflichtung auf einmal als Bilanzfehlbetrag ausserhalb der Defizitbremse gebucht werden soll, ist mir ein Rätsel. Eventualverpflichtungen sind ja Ausserhalb der Buchhaltung zu führen und werden erst ein Bilanzfehlbetrag wenn die Schwankungsreserve angesprochen werden muss. Entweder weiss man bereits, dass dies der Fall ist, oder es ist ein schnelles Flickwerk an der Defizitbremse in letzte Minute.

      • angrymonk meint

        3. Mai 2013 um 15:19

        Liebe / Lieber h.s.

        Ich gebe Ihnen völlig recht! Die Zitate der Kommissionen waren eben alles, was ich zum Thema gefunden habe… Nach ihnen die Sintflut war deshalb mein Fazit. „Dr. Unbequem“ (Gerhard Schafroth) war im Landrat einer der ganz wenigen, der nicht auf Linie war. Von daher gehe ich davon aus, dass die Reform kritiklos durchgewunken wird. An eine Aufarbeitung der Fehler der Vergangenheit ist nicht einmal zu denken.

        Mir wird Angst und Bange wenn ich das politische Treiben in Liestal und die offensichtliche Überforderung der Akteure betrachte…

  2. Hans-Markus Weber meint

    2. Mai 2013 um 20:22

    Am Schluss wird der Steuerzahler die Löcher stopfen müssen: Der goldene Pensionierungsschirm der Beamten und die PK-Löcher bei der Hardwasser AG, beim UKBB, und und und. Und von all dem steht kein Frankenbetrag in der PK-Vorlage. Wenn der Landrat die Vorlage nicht zurückweist, geht Ballmer’s Salamitaktik auf.

Seitenspalte

Kommentare

  • Christoph Gass zu Die Zehntelei
  • Marc Schinzel zu Zwei Namen und kein Plan
  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan

Letzte Beiträge

  • SnapseedDie Zehntelei
    16. Oktober 2026
    Es ist Abstimmungszeit, und wieder einmal geht die Welt unter. Dieses Mal entbrennt der […]
  • IMGErkältung. Grippe. Covid.
    15. Oktober 2026
    Andern Tags dachte ich: eine Erkältung, wie man sie sich auf einer mehrstündigen Fahrt in einem […]
  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework