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Die Klimaerwärmung macht denn mal Pause, zumindest im Winter

18. Februar 2013 By Manfred Messmer

r_bahnwagenWeils noch immer winterlich kalt ist, mal wieder was zum Klima.

Zwar teilte Meteo Schweiz mitte Januar in ihrem Klimabulletin 2012 mit, dass „die Schweizer Jahresmitteltemperatur 2012 lag 1.3 Grad über dem Normwert 1961-1990“ lag.

Nun können wir alle ja mit der „Schweizer Jahresmitteltemperatur“ herzlich wenig anfangen, weil die ja nirgendwo konkret stattfindet.

Heute Nacht beispielsweise sie die Thermometeranzeige erneut unter Nullgradgrenze sinken und das an der Basler Fasnacht.

Da nützt nichts gegen den Handschuhzwang, auch wenn ich die 23 Grad Innentemperatur an meinem Arbeitsplatz dagegen aufrechne.

Und dann dieser Referenzzeitraum 1961-1990 – sollte es bei uns klimamässig jedes Jahr so sein, wie damals?

Waren das die normalen Jahre?

Wenn also schon willkürlich, dann kann man zum Vergleich auch das Jahresmittel von 1981 bis 2010 heranziehen, wie es wetter.net tut.

Die gelangen zum Schluss, dass auch dieser Winter kälter war (-0.4 Grad), als der Durchschnittswinter der letzten dreissig Jahre. So wie übrigens schon die vier Winter zuvor:

2008/2009 minus 0,2 Grad (um 1 Grad kälter als das Mittel)

2009/2010 minus 1,2 Grad (um 2 Grad kälter als das Mittel)

2010/2011 minus 0,5 Grad (um 1,3 Grad kälter als das Mittel)

2011/2012 plus 0,7 Grad (um 0,1 Grad kälter als das Mittel)

Okay, nehmen wir es sportlich: Die Klimaerwärmung macht bei uns im Winter einfach mal eine Pause. Denn es gilt (auch bei uns in der Schweiz), was der Spiegel am 1. April 2000 geschrieben hat:

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen“, meint Latif. Wegen dieses sogenannten Treibhauseffekts wird es in Mittel- und Nordeuropa künftig mehr Westwindlagen geben. Das hätte wiederum regenreiche und noch mildere Winter zur Folge.

Kategorie: Klimawandel Stichworte: Klimaerwärmung

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Blacky meint

    18. Februar 2013 um 19:01

    Ich freue mich auf den nächsten Morgestraich bei 13 Grad…

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