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„Hund pisst an Laternenpfahl“

25. Januar 2013 By Manfred Messmer

TüreWeil ich meine Zeit schon seit Jahren vor allem lesend verbringe, manifestiert sich ein altersbedingtes Problem darin, dass ich die meisten Sätze, die mir von den klassischen Medien geliefert werden, in dieser oder jener Form nun schon x-mal gelesen und gehört habe.

Die klassischen Medien sind voller Sätze mit Selbstverständlichkeiten wie „Hund pisst an Laternenpfahl“.

Nun könnte ich ja einfach weiterwischen oder Umschalten. Natürlich. Aber gelesen ist gelesen und gehört ist eben gehört.

Was mich an mir selbst stört, ist diese zunehmende körperliche Reaktion auf solche Sätze. Es ist jeweils, wie soll ich sagen, wie wenn man mit einem Fingernagel über eine Wandtafel fährt. (Leser meines Alters wissen, was ich meine.)

PS: Das WEF ist beispielsweise eine solche Satzwiederholungsveranstaltung. Das einzig Neue von der Veranstaltung ist  dieses Bild von den parkierten Privatjets auf dem Militärflughafen von Dübendorf.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Michael Przewrocki meint

    25. Januar 2013 um 21:21

    Wenn Alle gute Schreiber sind ists auch langweilig. An den Bildern hier jedenfalls gibts Nichts auszusetzen. Man hofft aber alle sind Eigengebräu.

  2. Schewardnadse meint

    25. Januar 2013 um 16:11

    Ich meine, dass Herr Messmer mehr das inhaltliche gemeint hat und da teile ich – stramm auf die 50 zugehend – seine Meinung. Es hat mit dem fortschreitenden Alter zu tun – auch definitiv. Das Motto lautet halt: Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von allen.

  3. suburbansky meint

    25. Januar 2013 um 13:25

    Ich kann Ihnen hundertprozentig nachfühlen – und ich bin noch keine dreissig. Es ist definitiv keine Alterserscheinung. Das Lesen gewisser Publikationen bereitet mir beinahe physische Schmerzen, wegen dem Mangel an Sprachfähigkeit, aber zunehmend auch wegen dem grassierenden Mangel an Sachverstand.

    • Gotte meint

      25. Januar 2013 um 16:41

      aua! es heisst „wegen des mangels“. wenn schon kritikastern von wegen mediensprache, dann bitte korrekt.

      • Ronnie meint

        26. Januar 2013 um 9:34

        Liebe Gotte auch mir gefällt der Genitiv nach „wegen“ besser, als der Dativ. Dies scheint aber nicht eine Frage von richtig oder falsch zu sein. Offenbar kann man ganze Bibliotheken mit dieser Frage füllen (vgl. z.B. http://www.belleslettres.eu/artikel/wegen-genitiv-dativ.php).
        Deine Belehrung an Suburbanskys Adresse ist also eher nicht gerechtfertigt.

      • suburbansky meint

        28. Januar 2013 um 9:58

        Vor Kritik bitte erst den Duden konsultieren. Wer braucht denn heute noch den Genitiv?

        • U. Haller meint

          28. Januar 2013 um 10:32

          also meine Wenigkeit gebraucht ihn schon noch, und Fossil betrachte ich mich deswegen nicht…

          http://www.duden.de/rechtschreibung/wegen

          • U. Haller meint

            28. Januar 2013 um 10:35

            „als“ Fossil natürlich (bevor Sie mich jetzt wieder schulmeistern…)

        • Gotte meint

          28. Januar 2013 um 13:34

          habe den duden jetzt gerade konsultiert (die online-version: http://www.duden.de/rechtschreibung/wegen): finde auch im duden noch die klare hierarchie: wegen grundsätzlich mit genitiv, umgangssprachlich auch mit dativ. eine kritik an der schlechten sprache der medien wäre doch wohl, dass die journalisten einfach umgangssprachlich drauflossabbern und keine textarbeit mehr leisten. denn ein guter text unterscheidet sich vom gedankenlosen plaudern dadurch, dass nicht nur der inhalt, sondern auch die sprache durchdacht und bearbeitet wurde. deshalb: gelobet sei der genitiv, möge er dem dativ sein tod werden!

          • Schewardnadse meint

            28. Januar 2013 um 16:31

            Die durchgehende Kleinschreibung wurde aber nicht klamm und heimlich eingeführt, so hoffe ich doch.

            • Gotte meint

              29. Januar 2013 um 9:32

              ich bin ja auch keine journalistin…!

              • Schewardnadse meint

                29. Januar 2013 um 11:09

                Ich auch nicht!

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