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Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

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Khajuraho – es verschlägt einem die Sprache

2. November 2012 By Manfred Messmer

20121102-182701.jpg Das Gegensatzpaar männlich-weiblich auf eine einfache und ewig geltende bildhafte Formel gebracht: Lingam und Yoni.

Es gibt ein paar sehenswerte Orte auf diesem Planeten. Zu diesen zählt ohne Zweifel die rund tausend Jahre alte Tempelanlage von Khajuraho, (Erklärungen siehe hier bei Wikipedia). Die Tempel sind vor allem wegen ihren erotischen Darstellungen bekannt. Angesichts der schieren Zahl von anderen figürlichen Darstellungen, werden die, zugegeben, erstaunlichen athletischen Verrenkungen zwecks Kopulation jedoch etwas überschätzt.

Es empfiehlt sich, unbedingt einen Audioguide zu mieten, weil der einem auf viele Details hinweist, die man sonst übersehen würde. Beispielsweise diesen neckischen Elefanten. Er ist unter Hunderten der Einzige, der nicht geradeaus sondern seitwärts schaut, amüsiert, ist zu ergänzen.

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Was man in dieser weitläufigen Parkanlage – es handelt sich um eine der schönsten und gepflegtesten Pärke, die wir bis jetzt besucht haben- als eine Art Gesamtkunstwerk zu sehen bekommt, verschlägt einem fast die Sprache.

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Die ansonsten doch in ziemlich kitschigen Darstellungen profanisierte hinduistische Götterwelt wird in Khajuraho zu genial reduzierten Formeln philosophischer Antworten auf grundsätzlich Seinsfragen: Shiva vereinigt in sich Schöpfung und Vernichtung; ohne das eine, gibt es das andere nicht. Dieses Prinzip vor ein paar tausend Jahre erkannt zu haben, ist an sich schon ein gewaltiger intellektueller Impuls für die Menschheit gewesen. Diese Erkenntnis in der Figur „Shiva“ „für ewig“ verständlich festzuhalten, ist jedoch geradezu genial.

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PS: Ein leichter Wind hat heute den Smog etwas vertrieben, der Himmel war seit Tagen, zumindest im Kuppelbereich, erstmals wieder blau. Doch jetzt (kurz nach zehn Uhr nachts) riecht’s wieder nach Verbranntem aller Art.

Kategorie: Indien Stichworte: Indienreise

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Irene meint

    2. November 2012 um 22:18

    Ich erlebte Bhopal ( vor der Giftkatastrophe ) auch im dicksten Smog. Im Hotelzimmer verbleiben war angesagt. Dann Khajuraho – und das Herz ging auf ! Umwerfend schön diese Anlage. Ich nehme an Ihr seid weiter im Bundesstaat Madhya Pradesch unterwegs – SANCHI mit der grossen Stupa nicht verpassen ! Auch umwerfend schön ..

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