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Sensation in der Schweiz: Studie sagt, Gentechnik ist ganz okay

28. August 2012 By Manfred Messmer

Es gibt Nachrichten, da glaubt man erst, man habe sich nicht verhört, wenn man sie zum dritten oder vierten Mal gehört hat. Dass die Gentechnik völlig unbedenklich sei, wie das Ergebnis einer schweizerischen Studie lautet, ist so eine Meldung.

Dass ich mich tatsächlich nicht verhört habe, dazu haben Frau Koechlin, die nach dem Aus für Kaiseraugst in eine tiefe Sinnkrise verfiel und sich mit dem Kampf wider die Gentechnik wieder aufrappelte und ein Vertreter des Bauernverbandes beigetragen.

Für Frau Koechlin droht die Studie deren Lebenswerk zu zerstören, weshalb sie mit einer Volksinitiative liebäugelt. Und dem Bauernvertreter möchte auch nichts ändern, weil „wir sind nicht grundsätzlich gegen die Gentechnik, möchten aber eine Verlängerung des Moratoriums um weitere zehn Jahre.“ Im Klartext, es muss zuerst ein neuer Entschädigungskatalog ausgearbeitet werden und das dauert.

In Deutschland wollen alle den Ausstieg aus der Atomenergie und dafür Windparks in der Nord- und Ostsee. Aber eine Mehrheit ist gegen den Bau der nötigen neuen Überlandleitungen.

Himmel noch mal, ich sag’s ja schon lange: transportiert den Strom doch endlich mit der Bahn!

Beifangsatz:

Everything will be all right in the end… if it’s not all right then it’s not the end.

The Best Marigold Hotel

Kategorie: Politik Stichworte: Politik

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. merlinx meint

    29. August 2012 um 14:29

    Vor paar Wochen konnte ich von einem bald 90-Jährigen und nun müde gewordenen Handwerker einen Garten übernehmen, den er mehr während als fünfzig Jahren zur Versorgung seiner Familie kultiviert hatte, und ernte nun die ersten, selber gepflanzten Salate, Radieschen und Krautstiele.

    Ein sehr befriedigendes Hobby, vor allem wenn man den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt.
    Aber noch nicht in Sorge wegen „return on investment“ und so.

    Trotzdem, nebenbei gesagt, hätte ich nichts dagegen, wenn ich nächstes Jahr Salatsetzlinge ausbringen könnte, bei dessen nächtlichem Verzehr es den Schnecken übel würde.

    Schönen Gruss auch noch von Pater Gregor Mendel, es täte ihm nicht leid, dass er damals manuell in die Bestäubung und Befruchtung der Erbsen eingegriffen habe, – als Mönch, der er ja auch noch war, sei er trotzdem in den Himmel gekommen …*

    (* ora et labora, immer noch eine gute Losung …)

  2. Cornelis Bockemühl meint

    29. August 2012 um 11:50

    Toll ist die Formulierung, mit der man sich dagegen absichert dass es vielleicht doch nicht ganz stimmen könnte was man da so schön expertenmässig „herausgefunden“ hat:

    „Wo im Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen unerwünschte Effekte auftreten, sind diese nicht eine Folge der Gentechnik selbst.“

    Aber klar doch! Auch der Sprung von einem Turm ist so gesehen absolut kein Problem, denn zu Schaden kommt man schliesslich nur durch den Aufprall, nicht durch den Sprung!

    Kurz: Eine Null-Studie, aus der jetzt jeder lesen darf was er immer schon meinte. Ich glaube kaum dass Frau Koechlin die offensichtliche Unsinnigkeit gewisser Darstellungen nicht ebenfalls ins Auge springt (und sicher noch wesentlich mehr als mir!). Die Gentechnik-Fans halten sich hingegen an den Wortlaut der „Schlussfolgerungen“ – und schauen lieber nicht zu tief in den Bericht selber…

    • M.M. meint

      29. August 2012 um 12:01

      So sind sie halt, die Gentechnik-Fans. Wobei auch hier gilt: GIn den Himmel kommt, wer kein Fan ist, oder?

      • Cornelis Bockemühl meint

        29. August 2012 um 13:13

        Ach, das mit dem Himmel sehen wir später!

        Aber was die Erde anbelangt, da glaube ich dass wir als Menschen halt langsam dem Pubertätsalter entwachsen sollten! Als Kind kann man ja einfach mal probieren was man Lust hat – im Vertrauen dass Mama (oder „Mutter Erde“) uns am Ende stoppen wird und in jedem Fall nachher aufräumen. Später ist es gut wenn man einmal lernt, selber Verantwortung zu übernehmen – und z.B. einfach VORSICHTIG vorzugehen mit völlig neuen Entwicklungen! Selbst wenn die halbstarken Kollegen noch so sehr höhnen, man sei ein Feigling und man soll die Eigenbau-Bombe doch einfach mal zünden und sehen was passiert… 😉

        Im Fall der „grünen Gentechnik“ widerspricht allerdings ein vorsichtiges Vorgehen der Tatsache, dass sehr viel Geld in die Entwicklungen investiert wurde! Wenn das nicht RASCH wieder eingespielt wird dann lohnt sich der ganze Aufwand halt einfach nicht. Stichwort: „Return on Investment“ muss eben stimmen!

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