• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

arlesheimreloaded

Mäuse schultern Elefanten. Seit 2005.

  • Home
  • Datenschutz

Herr Nussbaumer bringt sich in Stellung

12. Juni 2012 By Manfred Messmer

[poll id=“50″]

—————————————————

So wie ich die Stimmung wahrnehme, läuft es am Sonntag in Richtung Ablehnung des Entlastungspakets.

Herr Nussbaumer bringt sich deshalb auf allen Kanälen als Regierungsratskandidat in Stellung. Er erklärt die Finanzpaketabstimmung zur Vertrauensfrage für die Regierung.

Er macht das sehr souverän.

Was soviel bedeutet wie: Wenn es in Baselland nach dem 17. Juni zu Neuwahlen kommt, ist Herr Nussbaumer Topfavorit für die Nachfolge von Herrn Ballmer.

Doch inzwischen ist neben Herrn Ballmer noch ein zweiter Regierungsrat in eine ziemlich auswegslose Lage geraten: Herr Zwick.

Wer mit dem Rücken zur Wand steht, neigt zu Verzweiflungstaten.

Für Regierungsleute heisst das: Unter allen Umständen am Amt festhalten. Komme, was da wolle. Schliesslich kennt unser System den Rücktritt politischen Gründen nicht. Man geht, wenn die volle Pensionsberechtigung erreicht ist.

Doch das wird nach dem 17. Juni wohl nicht mehr so sein. Der Rücktrittsdruck wird zunehmen, nicht nur aus den Parteien.

Der ungewöhnlich harsche GPK-Bericht zum Departement Zwick ist nur ein Anfang. Es werden weitere derartige Berichte folgen.

Es gibt ja noch andere wichtige Kommissionen wie beispielsweise die Finanzkommission. Diese wird es nicht zulassen können, dass ihr die bis anhin eher unwichtige GPK in Sachen Oberaufsicht den Rang abläuft.

Wir können deshalb davon ausgehen, dass demnächst die Fiko einen ähnlichen Bericht  wie die GPK vorlegen wird.

Schliesslich wollen sich auch Landräte profilieren.

Falls es erneut das Departement Zwick treffen sollte, ist der Mann wohl nicht mehr zu halten.

Es gibt demnach zwei Szenarien: Herr Ballmer und Herr Zwick stellen auf stur und bleiben im Amt. Dann stehen ihnen drei äusserst unangenehme Jahre ins Haus.

Oder die beiden räumen gemeinsam ihre Sessel (was für die CVP die beste Ausgangslage bedeutete) und es kommt zu Ersatzwahlen.

Dann ist Herr Nussbaumer gewählt. Allerdings nur dann, wenn es der SP gelingt, im linksgrünen Lager weitere Kandidaten zu verhindern.

Was auf der bürgerlichen Seite geschieht, ist offen. Wenn sich dort drei Parteien um die beiden Sitze prügeln, hat wohl die Mitte, sprich die CVP, die besten Karten, den angestammten Sitz zu halten.

Denn die FDP ist definitiv out und die SVP kann bei Majorzwahlen nicht punkten.

Kategorie: Politik Stichworte: Basel-Landschaft

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Hanspeter Weibel meint

    12. Juni 2012 um 22:28

    Eigentlich sollte der Herr Nussbaumer doch wissen, wie dieses Gesamtpaket entstanden ist. Zuerst stand eine Motion von SVP, FDP und CVP, in welcher die Regierung verpflichtet wurde, ein solches Paket zu schnüren.

    In einem zweiten Schritt wurde eine Task-Force gebildet, welche die verschiedenen Massnahmen prüfte oder selbst vorschlug. Da war auch die SP vertreten.

    Nur hat man sich dann schnell solidarisch verabschiedet, als es konkret wurde. Und nun stilisiert ein SP-Vertreter das Entlastungspaket zur Vertrauensfrage empor. Probleme (mit-)verursachen, sich aus der Verantwortung stehlen, andere für schuldig erklären und dann die Vertrauensfrage stellen? Sorry, das ist … eben Politik.

  2. Hug Peter meint

    12. Juni 2012 um 15:05

    Ich teile die Einschätzungen des Autors voll und ganz. In meinem bürgerlichen Umfeld (fast alles Akademiker) haben praktisch alle ein Nein in die Urne geworfen. Erstens, weil sie mit dem Enlastungspaket nicht eine Mogelpackung unterstützen wollen und weil das Nein auch eine klare Botschaft sein soll. Die Regierungsräte Ballmer (verbraucht) und Zwick (absolut unfähig) sollten per sofort zurücktreten und neuen Kräften Platz machen.

  3. Markus Meier meint

    12. Juni 2012 um 12:24

    Erstens: das Sparpaket kommt durch. Problemlos. Zweitens: die beiden hier meist genannten BL-Regierungsräte schliessen ihre Amtszeit ordentlich ab. Das wird für sie überhaupt kein Problem sein. Denn hier kann ein Regierungsrat 10 Monate lang Absetzung des grössten Investitionsprojektes für sich behalten, ohne dass es irgendjemanden kratzt oder beisst. Das ist völlig egal. Andernorts müsste er gehen. Hier nicht.

  4. Gotte meint

    12. Juni 2012 um 8:29

    am lustigsten ist die bürgerliche antwort auf die überlegungen der grünen, eine vgd-puk einzusetzen: dies sei völlig übertrieben. warum? weil man bei der h2, dem chienbergtunnel und dem kantonsspital ja auch keine puk eingesetzt habe. schlafe weiter und ruhe in frieden, liebe parlaments-regierungs-büza.

  5. Liberopoulos meint

    12. Juni 2012 um 8:27

    Die politische Verantwortung gibt es nicht. Obwohl diese immer wieder mal übernommen wird. Reines Blabla. Das wird auch bei dieser Abstimmung der Fall sein. Gibt es eine Änderung, so hoffe ich entlich ohne CVP. Die legen uns regelmässig Gammelfleisch Würste (Schneider-Kenel, Zwick) in die Fleischauslage. Nett anzusehen aber der Inhalt ist schon lange hinüber.

Seitenspalte

Kommentare

  • Marc Schinzel zu Zwei Namen und kein Plan
  • Patrick Frey zu Zwei Namen und kein Plan
  • Hans Rudolf Rohr zu Zwei Namen und kein Plan
  • Marcus Denoth zu Zwei Namen und kein Plan
  • unterbaselbieter zu Zwei Namen und kein Plan
  • Baresi zu Die Bilateralen III werden zur Versicherungspolice

Letzte Beiträge

  • SnapseedDie Zehntelei
    16. Oktober 2026
    Es ist Abstimmungszeit, und wieder einmal geht die Welt unter. Dieses Mal entbrennt der […]
  • IMGErkältung. Grippe. Covid.
    15. Oktober 2026
    Andern Tags dachte ich: eine Erkältung, wie man sie sich auf einer mehrstündigen Fahrt in einem […]
  • Christinefrey web origZwei Namen und kein Plan
    9. Oktober 2026
    Da ist also mal wieder jemand zur bz gesprungen und hat ihr den neuesten Stand der internen […]
  • IMGWir die Schweiz handlungsunfähig?
    8. Oktober 2026
    Wir laufen bei den Bilateralen III auf eine bei einem derart gewichtigen Geschäft noch nie […]
  • IMGSo what
    7. Oktober 2026
    Ein Bundesrat ist zurückgetreten. So what. Der Nachruf ist immer derselbe: pragmatisch, kollegial, […]
  • IMGDie Bilateralen III werden zur Versicherungspolice
    6. Oktober 2026
    Ich verstehe ja, dass es einfacher ist, ein derart hochkomplexes Thema wie die Bilateralen III mit […]
  • IMGSchweizer Stabilität ist anderswo Regierungskrise
    5. Oktober 2026
    Zug hat gewählt. Nicht, dass mich das weiter interessiert. Interessant ist die Grafik mit der […]

Kategorien

Transparenzhinweis

Dieser Blog arbeitet mit Claude (Anthropic) und ChatGPT (OpenAI) als analytischer Komponente, konfiguriert durch einen Masterprompt mit festen Analyseparametern. Die Texte stammen von mir; Verantwortung und Redaktion sind vollständig menschlich.

Claude und ChatGPT lieferern Analyse, Recherche und Gegenargumente in Echtzeit — nicht als Ghostwriter, sondern als kritisches Korrektiv.

Das System operiert im Modus ⟦1:1⟧: eine funktionale Allianz getrennt arbeitender neuronaler Netze.

Für die Nachwelt gespeichert

web analytics


Online seit dem 22. September 2005

Copyright © 2026 · Genesis Sample On Genesis Framework