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Vielleicht lasse ich auch Windows 8 spurlos an meinem Computer vorbeiziehen

23. Mai 2012 By Manfred Messmer

Ja, man kann die Zeit auch anhalten, kann einfach in der Vergangenheit verharren, sich dem Strom der Veränderung verweigern.

Ich mache das nunmehr seit über zehn Jahren.

Mit Microsoft.

Seit 2001 habe ich mich – haben wir uns in der Agentur – dem Fortschritt verweigert und sind beharrlich bei XP stehen geblieben.

Selbst als wir vor vier Jahren unseren Computerpark erneuerten und Dell unsere neuen Desktops mit Vista liefern wollte, sind wir bei XP geblieben. Das ging damals ohne Aufpreis, wobei man Vista als Option mitgeliefert bekam.

Erinnert sich noch jemand an Vista? Nur schlechte Nachrichten, oder?

Inzwischen ist Microsoft bei Windows 8 angelangt. Die rechnen ernsthaft damit, dass im Verlaufe des nächsten Jahres 500 Mio. Konsumenten das neue Betriebssystem auf ihren Computern laufen lassen werden.

Bis 2014 will Microsoft Updates für XP überspielen.

Was danach wird, man wird sehen. Jedenfalls habe ich keinen Grund, irgendetwas an meiner Verweigerungshaltung zu ändern. Unsere Computer laufen mit XP bestens.

Die Buchstaben in Word, Excel und Powerpoint sind noch immer exakt so gross, dass man sie gut lesen kann.

Auch ausgedruckt.

Da hat sich in den letzten Jahren nichts abgenutzt. Ganz anders also als früher bei den Schreibmaschinen.

Das nenne ich Fortschritt.

Also was soll’s. Keine Frage, ich lasse auch Windows 8 spurlos an meinem Computer vorbeiziehen. Solange die noch laufen, leiste ich mir den Luxus des Verweigerns.

Wenigstens bei Microsoft.

Kategorie: Einsichten Stichworte: Einsichten

Über Manfred Messmer

Der Autor war zwölf Jahre Journalist: Freelancer, zeichnender Redaktor, stv. Chefredaktor, New-York-Korrespondent, Chefredaktor zweier Wochenzeitungen; CEO und Mitherausgeber von bazonline. 1986 bis 2024 Gründer und Senior-Partner messmerpartner PublicRelations.
Sie erreichen mich: arles.prodigy052@passmail.net

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. RonaldCH meint

    23. Mai 2012 um 17:50

    Man kann so lange auf XP bleiben, wie es geht. Wenn man Software mit 64bit Architektur installieren will, ist man gezwungen auf Windows 7 oder 8 zu wechseln. Wenn man auf Windows 7 oder 8 wechselt, wird es eventuell teuer, weil viele Programme einen neuen Release benötigen, da sie sonst nicht mehr richtig laufen. – Oder man muss sie weiter laufen lassen mittels XP-Emulation, was nicht sehr praktisch ist.
    R.

  2. Michael Przewrocki meint

    23. Mai 2012 um 17:19

    Winxp pro läuft tatsächlich bestens, vor allem mit firefox. der internetbrowser ist so stabil wie. Wer den PC nicht richtig wartet und sichert, muss sich über unliebsame Ueberraschungen nicht wundern. Unzählige Ursachen können einen PC ausfallen lassen. Meine beiden Haupt-PCs gibts auch als Duplikat, die Festplatten mehrfach. Internet wird in Zukunft durch zwei unanhängige Netze sichergestellt. Der Wissensfluss durch Internet ist enorm. Dieser Tage endlich Glasfaseranschluss im Haus, nach Leitungsbau vor 3 Jahren! Alles geht viel zu langsam in Basel, der Schweiz. Sich dann einfach nicht wundern wenn wir überflügelt werden.

    • Michael Przewrocki meint

      23. Mai 2012 um 17:22

      NB: Winxp läuft auch wunderbar auf langsameren PCs wie meinem 8 jährigen.

  3. Schumacher Walter meint

    23. Mai 2012 um 16:34

    Sehr gute Feststellung! Ich kann das nur unterstützen, denn XP läuft bei mir seit Jahren. Ich darf es fast nicht erwähnen, vorher hatte ich Windows95.

    • Michael Przewrocki meint

      24. Mai 2012 um 21:59

      Bin schon immer ein Nachzügler gewesen, habe lange windows 2000 die stange gehalten, läuft noch sehr flüssig auf langsamen pcs, ist aber nicht so stabil wie winxp. Der vorteil wenn man wartet: man kann die probleme umschiffen, denn die sind dann gelöst. Vieles läuft nicht so wie es soll und Lösungen oft nur nach langwierigen Abklärungen oder per Zufall zu haben. Computer-Unterhaltung ist ein nervenaufreibender Job. Kenne Einige die das nicht überlebt haben…Der Computer ist wichtig aber nicht das wahre Leben. Vorgesetzte rsp Aufraggeber müssen das berücksichtigen, rücksichtsvoll sein. Sonst sind beide verloren.

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